Go Get Some Rosemary

Komödie/Drama, USA 2009
Lennie ist ein chaotischer, aber liebevoller Vater

Lennie ist ein chaotischer, aber liebevoller Vater

Lennie ist ein Chaot: Er lebt von seiner Frau getrennt und darf seine Kinder nur noch einmal im Jahr für zwei Wochen sehen und diese Zeit möchte der New Yorker so schön wie möglich gestalten. Das regieführende Brüderpaar Joshua und Ben Safdie thematisieren in "Go Get Some Rosemary" Ausflüchte und Verantwortung, Vaterschaft und Selbsterfahrung, sowie den Zwiespalt zwischen Kind- und Erwachsensein.

Dies alles lässt den 34-jährigen Lennie straucheln, trotzdem vergisst er nie, wie sehr er seine beiden Söhne liebt. Nach Monaten, die er alleine verbracht hat, traurig, geschäftig, abgelenkt, frei und immer zu spät kommend, holt er seine Söhne Sage, 9, und Frey, 7, von der Schule ab. Nur für zwei Wochen hat er das Sorgerecht und so werden in diese kurze Zeit ein Trip aufs Land, eine Mutter, eine Freundin, eine magische Decke und die totale Anarchie gequetscht. Im Hinterkopf kreist ständig der Gedanke an die verrinnende Zeit - die zwei Wochen mit den Kindern müssen für diese, aber auch für Lennie selbst, gefühlte sechs Monate dauern.

Während der gemeinsamen Zeit wird der liebenswert chaotische Vater aber auch mit der Frage konfrontiert, ob er für seine Söhne ein Vater oder ein Freund sein will. Die Figur des Lennie (Ronald Bronstein) lebt vor allem durch Erinnerungen der Safdie-Brüder an ihren eigenen Vater und ist deshalb auch eine liebevolle Hommage an diesen. Neben Kindheitserinnerungen ist der Film aber auch eine Auseinandersetzung mit dem Erwachsenwerden und der mit dem Alter immer größer werdenden Verantwortung und eine kleine Hommage an die Menschen aus New York.

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