Gloria

Drama, RC/E 2012
Gloria (Paulina Garcia) träumt von der großen Liebe

Gloria (Paulina Garcia) träumt von der großen Liebe

Es war der preisgekrönte Liebling der diesjährigen Berlinale: Die Rede ist von Sebastián Lelios ("La Sagrada Familia") preisgekröntem Drama "Gloria". Herausgekommen ist eine gefühlvolle Gratwanderung zwischen Lebenslust und Melancholie, Komik und Tragik. Nun kommt der chilenische Film über eine Frau auf der Suche nach spätem Glück in die österreichischen Kinos.

Gloria (Paulina Garcia) ist 58 Jahre alt, sie ist geschieden, die Kinder sind längst aus dem Haus. Die zierliche Frau mit der scheußlich altmodischen Riesen-Brille träumt noch einmal von der großen Liebe. Sie hat einen holprigen Weg zu neuem Selbstwertgefühl vor sich - doch sie gibt nicht auf.

Als Gloria bei einer Single-Party den wenige Jahre älteren Rodolfo (Sergio Hernández) kennenlernt, ist sie hoffnungsvoll, was eine gemeinsame Zukunft angeht. Doch schnell merkt Gloria, dass irgendetwas mit diesem geschiedenen Mann nicht stimmt. Ständig rufen Rodolfos Töchter an. Was das Problem ist, will er aber nicht sagen. Doch auch in Glorias eigener Familie läuft nicht alles rund, wie bei einem Essen mit den beiden erwachsenen Kindern und dem Ex-Mann klar wird.

Lelio erzählt seine Geschichte nicht als schrille Torschlusspanik-Komödie. In einer vom Jugendwahn beherrschten Gesellschaft ist "Gloria" eine bittersüße, mit leichter Hand inszenierte Tragikomödie mit Tiefgang. "Wenn man 60 wird, bedeutet das nicht, dass man sich Zuhause verstecken muss", sagte Regisseur Lelio bei der diesjährigen Berlinale, wo seine Hauptdarstellerin Paulina García mit dem Silbernen Bären als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde.

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