Gianni und die Frauen

Komödie, I 2011
Ein Frühpensionist erlebt seinen zweiten Frühling

Ein Frühpensionist erlebt seinen zweiten Frühling

Mit seiner ausgelassenen Komödie "Gianni und die Frauen" liefert der römische Regisseur und Darsteller Gianni Di Gregorio ("Festmahl im August) eine selbstironische Betrachtung über Lebens- und Liebeslust. In seinem jüngsten Werk thematisiert Gregorio das Alltagsleben eines Frühpensionisten, der noch einmal seinen zweiten Frühling erleben möchte.

Es sind die Frauen, die den römischen Frühpensionisten Gianni ständig auf Trab halten. Für die Ehegattin muss er Besorgungen erledigen, seine unter Liebeskummer leidende Tochter trösten oder für die attraktive Nachbarin den Hund ausführen. Am meisten nimmt ihn seine alte Mutter in Beschlag, die in ihrer römischen Villa ihre Freundinnen zum Champagner und Poker einlädt und bereits eine verstellte Fernsehantenne zum außerordentlichen Notfall erklärt. Gianni fragt seinen besten Freund um Rat, der ihm von seinen amourösen Abenteuern erzählt. Mit der Erkenntnis, dass auch sein Liebesleben dringend eine Erfrischungskur braucht, startet er ein Fitnessprogramm und sieht sich nach passenden Kandidatinnen um.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mütter in Italien besonders dominant sind und nachhaltig alle Beziehungen beeinflussen, die ihr Sohn mit Frauen eingeht", sagt Gregorio. "Aus diesem Grunde war es mir wichtig, der Mutter eine zentrale Rolle im Film einzuräumen." Besetzt hat er diesen Part wieder mit der charismatischen Darstellerin Valeria Di Franciscis Bendoni, die in seinem ersten Film "Festmahl im August" mit 93 Jahren ihr Schauspieldebüt gegeben hat.

Mit "Gianni und die Frauen" liefert Regisseur und Hauptdarsteller Gianni Di Gregorio eine amüsante, leichte Sommerkomödie, die wie schon sein Erstlingswerk "Festmahl im August" von der Natürlichkeit der Protagonisten lebt. Zugleich führt Gregorio dem Zuschauer augenzwinkernd die Befindlichkeiten eines alternden Mannes vor Augen, der die Herzen der Frauen erobert - was zu seinem Leidwesen allerdings immer nur auf die platonische Art beschränkt bleibt.

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