Get Rich or Die Tryin'

Action/Krimi, USA 2005

In TV und Kino finden: 50 Cent, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Joy Bryant, Jim Sheridan

50 Cent auf den Filmspuren von Eminem

50 Cent auf den Filmspuren von Eminem

Vom Gangster zum Superstar: Curtis Jackson alias HipHop-Star 50 Cent verkörpert in "Get Rich Or Die Tryin'" eine amerikanische Erfolgsgeschichte, wie er sie selbst erlebt hat. Doch trotz vieler Parallelen zum Werdegang des Musikers hat der irische Regisseur Jim Sheridan mit diesem blutigen Ghettodrama nicht nur Jacksons Lebensgeschichte bebildert.

Der elfjährige Marcus (Marc John Jefferies) wächst nach dem gewaltsamen Tod seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen auf und beginnt, mit Drogen zu dealen. Er behauptet sich in Gangsterkriegen und avanciert schließlich zu einem einflussreichen, unerbittlichen Crack-Produzenten. 50 Cent, der selten eine Miene verzieht, erweist sich als kongeniale Besetzung für den erwachsenen Marcus.

Der Filmtitel "Get Rich Or Die Tryin'" (Werde reich oder stirb bei dem Versuch, es zu werden) charakterisiert, wie schon das gleichnamige Debüt-Album des Rappers, sehr markant seine Weltanschauung: Fressen oder gefressen werden. Der 30-Jährige hat sich das Streben nach Reichtum auf die Fahnen geschrieben, und musste dafür vor einigen Jahren beinahe mit dem Leben bezahlen. In seiner Autobiografie liest sich das so: "Nachdem neun Mal aus nächster Nähe auf mich geschossen worden war und ich nicht starb, dachte ich, dass ich wohl einen Zweck im Leben erfüllen sollte."

Für sein Kino-Debüt fand 50 Cent in Jim Sheridan einen Regisseur, der sich seit Jahren mit der HipHop-Kultur beschäftigt. Zusammen mit Drehbuchautor Terence Winter, der bereits einige Folgen der TV-Gangstersaga "Die Sopranos" schrieb, zeichnet Sheridan ein düsteres Bild der amerikanischen Vorstädte, das sein Hauptdarsteller mit eigens für den Film geschriebenen Rap-Songs untermalt hat.

Vorsichtshalber haben die amerikanischen Sittenhüter "Get Rich Or Die Tryin'" für Jugendliche nur in Begleitung Erwachsener zugelassen. In der Begründung wurden neben der dargestellten Gewalt und Drogenkriminalität auch Sex-Szenen angeführt. Verglichen mit den täglich im Fernsehen ausgestrahlten Musikvideos zu 50-Cent-Songs wie "P.I.M.P." sind die Liebesszenen mit Marcus' Freundin Charlene (Joy Bryant) jedoch harmlos...

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