Get On Up

Drama/Musikfilm, USA 2014
Die Anfänge von James Brown

Die Anfänge von James Brown

Er war der "Godfather of Soul", "Mister Dynamite" und "der am härtesten arbeitende Showstar der Welt". Ob Gospel, Soul, Rhythm & Blues oder Funk - James Brown (1933-2006) war ein Musikgenie, bei dem spätere Stars wie Mick Jagger, Michael Jackson, Prince und Usher abschauten. Nun kommt, acht Jahre nach dem Tod des legendären Sängers, das Biopic "Get On Up" ins Kino.

In Armut in den US-Südstaaten aufgewachsen, als kleiner Bub von den leiblichen Eltern abgeschoben, als Teenager wegen Diebstahls festgenommen - nichts konnte den Self-Made-Aufstieg zur schillernden Soullegende bremsen. Doch wie reduziert man die turbulente Lebensgeschichte eines Künstlers, der sechs Jahrzehnte auf der Bühne stand, auf 139 Minuten Leinwandminuten? Regisseur Tate Taylor, der selbst im amerikanischen Süden groß wurde, gelingt das perfekt. Wie Brown mit wilden Tanzschritten über die Bühne jagte, so springt Taylor in Rückblenden unberechenbar hin und her.

Es ist das Jahr 1988, als der Musiker mit einem Gewehr in der Hand ausrastet und nach einer filmreifen Verfolgungsjagd von der Polizei festgenommen wird. Nächste Szene, Vietnam 1968, mit Superstar Brown als Truppen-Entertainer. 30 Jahre zurück: der kleine James lebt in einer ärmlichen Holzhütte, von der Mutter verlassen, vom Vater verprügelt. Schon für sein gefeiertes Rassismus-Drama "The Help" (2011) über schwarze Hausmädchen in den US-Südstaaten Anfang der 1960er Jahre holte Taylor die schwarzen Schauspielerinnen Viola Davis und Octavia Spencer vor die Kamera.

Der beste Griff gelingt Taylor diesmal jedoch mit dem noch wenig bekannten Hauptdarsteller Chadwick Boseman . Er fiel bisher nur in der Rolle des Baseballstars Jackie Robinson in dem Sportdrama "42" auf. Als James Brown, den er als jungen Mann bis ins hohe Alter spielt, zeigt Boseman eine oscarreife Tour-de-Force. Zu Original-Aufnahmen von Brown wirbelt er im Glitzeranzug über die Bühne, legt breite Spagate, ekstatische Zuckungen und Trippelschritte hin, schwenkt das Mikrofon durch die Luft und gibt sein charismatisches Killer-Lächeln zum Besten, ganz "Mister Dynamite".

Mit "Please, Please, Please" kam der erste von vielen Hits, es folgten "Sex Machine", "Papa's Got A Brand New Bag" und "I Got You (I Feel Good)". Boseman macht auch Browns legendäre Live-Auftritte im New Yorker Apollo Theater 1962 und in Paris 1971 auf der Leinwand lebendig.

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