Gernstls Reisen - Auf der Suche nach dem Glück

Dokumentation/ , D 2005
Gernstl und der Wünschelrutengänger

Gernstl und der Wünschelrutengänger

Zwei Mal hat er bereits den Grimme-Preis erhalten und natürlich auch den Bayerischen Fernsehpreis: Außerhalb des Freistaats gelten die Reportagen des Fernseh-Pfadfinders Franz Xaver Gernstl als Geheimtipp. Nun kommen einige seiner ursprünglich fürs Fernsehen gedrehten Doku-Episoden ins Kino.

1983 ging es für Gernstl, den Kameramann Hans Peter Fischer und den Tonmann Stefan Ravasz los. Mit der eigenen Produktionsfirma im Rücken und viel Abenteuerlust im Gepäck machten sich die drei Freunde in verschiedenfarbigen VW-Bussen auf den Weg, um mit allen Leuten zu reden, die sie in mehr als 20 Jahren so trafen. So entstanden zum Teil feinsinnige, zum Teil humorvolle Porträts von Menschen, die mit ihrem Leben zufrieden zu sein scheinen.

Was anfangs ein wenig an Elisabeth T. Spiras "Alltagsgeschichten" erinnert und an den Vorwurf der Sozialpornografie denken lässt, wird bald durch eine schonungslose Offenheit gegenüber der Umwelt und sich selbst entschärft. Der persönliche Blickwinkel, die fehlende Scheu vor peinlichen Situationen und der ungezwungene Umgang mit den Menschen machen Gernstls Episoden zugänglich; seine Neugier und seine Art, Leute im Gespräch nicht bloßzustellen, sondern ihnen zuzuhören, lassen hin und wieder fehlendes Taktgefühl nur halb so tragisch erscheinen.

Die Episoden wurden ursprünglich fürs Bayrische Fernsehen gedreht, für "Gernstl unterwegs" erhielt der Bayer u.a. den Adolf-Grimme-Preis. Der entstandene Kinofilm, der mit Tirol, Kärnten und Südtirol auch über die deutschen Grenzen hinaus schaut, präsentiert aber nicht nur einzelne Porträts im Stil eines dokumentarischen Roadmovies, sondern zeigt auch mit einfachsten Mitteln den Wandel der Mode und der Technik: So fällt der Schnauzbart den neuen Gesichtsfrisur-Trends zum Opfer, und auch die Bilder werden nach anfänglicher Unschärfe durch die technologische Entwicklung immer besser.

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