Georg Baselitz

Dokumentation, D 2013
Georg Baselitz in seiner Wirkungsstätte

Georg Baselitz in seiner Wirkungsstätte

Im Jänner ist Georg Baselitz, der Großmeister der "Kopfsteh-Bilder", 75 Jahre alt geworden. Nun setzt Evelyn Schels dem Künstler mit ihrem Dokumentarfilm ein Denkmal.

Es ist kaum zu glauben: Georg Baselitz, bekannt als raubeiniger und verschlossener Einzelgänger, gibt nachdenklich plaudernd Einblick in sein Leben. Allein für diese Überraschung lohnt es sich, Evelyn Schels Porträt "Georg Baselitz" anzuschauen. Aber die Dokumentation schafft noch viel mehr: Sie macht verständlich, wie aus einem aufmüpfigen, renitenten DDR-Kid einer der weltweit erfolgreichsten Künstler der Gegenwart wird - nicht mit kulturtheoretischem Gerede, sondern durch einen genauen, aufmerksamen Blick auf sein Leben.

"Baselitz war immer und wollte immer ein moderner Künstler sein. Nur die Moderne, die er wollte, die gab's nicht." So beschreibt der Galerist Fred Jahn in der Dokumentation den schwierigen Weg, den der 1938 als Hans-Georg Kern im sächsischen Deutschbaselitz bei Kamenz geborene Maler nahm. Evelyn Schels, die seit vielen Jahren Künstlerporträts etwa für die ARD und Arte dreht, hatte Baselitz 2004 bei einem ersten kürzeren Film kennengelernt. Aus der Zusammenarbeit entstand eine Freundschaft, die der Filmemacherin schließlich die Türen zum "Allerheiligsten" öffnete.

Drei Jahre lang durfte sie Baselitz mit der Kamera bei der Arbeit begleiten: in seinen Ateliers am oberbayerischen Ammersee und im italienischen Imperia, bei seinen Reisen nach Paris, Berlin und New York, und vor allem im Gespräch mit seiner Frau Elke, mit der er seit mehr als 50 Jahren fast symbiotisch zusammen ist.

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