Gefahr und Begierde

Drama/Romanze, USA/VCR/RC 2007
Liebe, Besessenheit und Verrat in Ang Lees Drama

Liebe, Besessenheit und Verrat in Ang Lees Drama

Der Titel hält, was er verspricht: "Gefahr und Begierde" heißt der neue Film von Oscar-Preisträger Ang Lee, der das Spionage-Drama aus dem besetzten China im Zweiten Weltkrieg selbst als "erotischen Thriller" beschreibt. Im Film des gebürtigen Taiwanesen, der seit den 70er Jahren in den USA lebt, geht es mit unverblümten Sex-Szenen zur Sache.

Lee führt die Zuschauer in das exotisch-mondäne Shanghai und Hongkong der 40er Jahre zur Zeit der japanischen Besatzung. Die junge Studentin Wang Jiazhi trifft auf eine Theatergruppe, die sich der Widerstandsbewegung anschließt und die schöne Frau als Lockvogel für eine gefährliche Mission trainiert. Sie soll den skrupellosen Beamten Yi, einen Kollaborateur der japanischen Besatzer, verführen und ihm dann eine tödliche Falle stellen. Das gefährliche Spiel wird zu einer leidenschaftlichen Affäre, die beide Protagonisten aus der Reserve lockt und wahre Gefühle weckt.

Hauptdarsteller Tang Wei und Tony Leung ließen ihre Hüllen und Hemmungen fallen. Als "Elf Tage in der Hölle" beschrieb ein Mitarbeiter das Filmen der drei elementaren Liebesszenen. "Am Anfang war ich etwas scheu", gesteht Tang Wei in gebrochenem Englisch. "Aber das Team war so professionell, dass ich mir immer wieder gesagt habe, ich muss das schaffen. Ich glaube fest an Ang Lee und bin ihm einfach gefolgt."

Gespalten waren die Reaktionen im September in Venedig, als Lee für "Gefahr und Begierde" überraschend mit dem Goldenen Löwen geehrt wurde. Das mehr als zweieinhalb Stunden lange Spionage-Drama "Gefahr und Begierde" entlockte er einer nur 26-seitigen Kurzgeschichte der chinesischen Autorin Eileen Chang, die oft über Liebe, Besessenheit und Machtspiele zwischen Mann und Frau schrieb.

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