Für den unbekannten Hund

Drama/ , D 2007
Ein Film über Gewalt, Schuld und Sühne

Ein Film über Gewalt, Schuld und Sühne

Konfliktbereit präsentieren die Zwillinge Benjamin und Dominik Reding nach ihrem Filmdebüt "Oi!Warning" vor acht Jahren "Für den unbekannten Hund". Die Geschichte über Schuld und Sühne führt in die Parallelwelt der Wandergesellen und verbindet eine Fülle von Schauplätzen zu einem dramatischen, kunstvoll inszenierten Bilderbogen. 2007 wurde der Film mit dem Otto-Sprenger-Preis ausgezeichnet.

Ein Totschlag in Mecklenburg, unmotiviert, nie aufgeklärt, ist der Auslöser für den ungewöhnlichen Weg des jungen Täters. Bastian (Lukas Steltner) findet Anschluss bei einer Gruppe von Burschen in merkwürdiger Kluft, die eine verschrobene Sprache sprechen und nach strengen Ritualen leben.

"Das Leben der Wanderburschen ist ein absolutes Geheimnis in Deutschland. Das besitzt noch eine genuine Originalität in einer Welt, die vom Internet durchleuchtet ist", erklärt Benjamin Reding. Das visuelle Konzept (Kamera: Axel Henschel) dekliniert zwischen Farbkaskaden, trübem Dunst und harten Schwarzweiß-Kontrasten die Stimmungslandschaften durch - alles außer Kitsch, wie Dominik Reding betont: "Das Bild vom Wandergesellen, der dem Sonnenuntergang entgegen wandert, wollten wir nicht zeigen. Denn Wanderschaft ist aufreibend, und die Menschen, die das drei Jahre lang durchmachen, sind danach ausgebrannt!"

Die Spuren dieser Strapazen verändern auch das Buben-Gesicht des Betonbauers Bastian, der sich seine Probezeit an der Seite eines Steinmetzgesellen erwandert. Festus, ein Bursche wie von einem fremden Planeten und doch geerdet, fand in Sascha Reimann (alias Ferris MC) einen wunderbaren Protagonisten zwischen Straßenkompetenz und Unbeholfenheit. Für die Zwillinge gab es bei der Auswahl ihrer Darsteller nur ein Kriterium: "Glauben wir, was wir da sehen? Spüre ich da einen Menschen, der vier Jahre lang auf der Straße gelebt hat?"

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