Fünf mal Zwei

Drama/Romanze, F 2004
Große, existenzielle Momente im Leben eines Paars

Große, existenzielle Momente im Leben eines Paars

Eines ist klar, hier geht jemand aufs Ganze: Es dreht sich um die Liebe und um nichts anderes in dem neuen Geniestreich des französischen Regisseurs François Ozon ("8 Frauen", "Swimming Pool"). Fünf Episoden aus dem Leben eines Paares werden ausgebreitet, große, existenzielle Lebensmomente.

Ozon erzählt von den zentralen Ereignissen aus dem gemeinsamen Leben von Marion (großartig: Valeria Bruni-Tedeschi) und Gilles (Stéphane Freiss) - aber in zeitlich umgekehrter Reihenfolge. Hier steht das Paar am Anfang des Films wortlos und grau vor dem Scheidungsrichter, und am Ende schwimmen sie jung und voller Hoffnung in einen romantischen Sonnenuntergang hinein. Zwischen diesen beiden Polen erleben wir traumwandlerisch sicher inszenierte, sehr bewegende Szenen einer Beziehung und Ehe: den alltäglichen Kleinkrieg, die ewigen Machtkämpfe, Seitensprünge und Frust, aber auch Verliebtsein, Euphorie und das große Glück zu zweit.

"Ich glaube, es ist zu einfach zu sagen, dass nur die Routine die Liebe tötet", sagte der Regisseur bei den Filmfestspielen in Venedig. Liebe ist paradox. Ein großer unbekannter Kontinent. Und immer wieder hören wir die herzzerreißenden italienischen Liebeslieber von Paolo Conte oder Luigi Tenco. Ozon hat immer mindestens zwei Antworten parat - fast folgerichtig läuft sein Film vorwärts und die Geschichte kehrt an ihren Anfang zurück...

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