Frühling, Sommer, Herbst, Winter... und Frühling

Drama/ , KOR/D 2003
Poetisches Kino von Kim-Ki Duk

Poetisches Kino von Kim-Ki Duk

Der koreanische Regisseur Kim Ki-Duk ("The Isle", "Bad Guy") ist ein Meister der cineastischen Poesie. Sein neunter Film "Frühling, Sommer, Herbst, Winter... und Frühling" ist ein Versuch über Liebe, Alter und Spiritualität, wie er in dieser Schönheit selten zu sehen ist.

Niemand ist immun gegen die Mächte der wechselnden Jahreszeiten und des jährlich wiederkehrenden Zyklus von Geburt, Wachstum und Verfall. Auch nicht der alte Mönch und sein Schüler, die sich eine Einsiedelei teilen, welche inmitten eines von Bergen umgebenen Sees liegt. Während um sie herum die Jahreszeiten ihren Lauf nehmen, werden die Lebensphasen der beiden Mönche durchgespielt.

Im "Frühling" lernt der Zögling Ehrfurcht vor der Natur. Nachdem er bei einem Angelausflug zum See Schlangen und Echsen gefesselt und gequält hat, wird ihm selbst vom Mönch ein Strick umgelegt. Der Schüler erfährt die Qualen der Tiere am eigenen Leib. Der nächste Tag am See erfolgt in friedlicher Koexistenz mit den Tieren. So einfach diese kleine Parabel klingt so schön ist sie fotografiert, mit Bildern die nicht von dieser Welt zu sein scheinen.

Das gilt auch für die weiteren Kapitel im Leben des Schülers, die nach dem Lauf der Jahreszeiten gegliedert sind. Im "Sommer" lernt er die Liebe kennen. Er verlässt den Tempel, zieht in die Welt hinaus und kehrt erst im "Herbst" zurück, um wieder in sich zu gehen und Frieden mit sich zu schließen. Schließlich wird er selber zum Lehrer, der sein Wissen an einen Knaben weiter gibt.

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