Free Lunch Society

Dokumentation, A/D 2016

Ist die Zeit reif für ein bedingungsloses Grundeinkommen?

Internet, Roboter, selbstfahrende Autos etc.: In nicht allzu ferner Zukunft werden mehr und mehr Jobs wegbrechen, zu Lasten der Mittelschicht. Ein Lösungsansatz ist das bedingungslose Grundeinkommen. Diese Doku lässt Befürworter und Gegner zu Wort kommen.

Darum geht's in ‚Free Lunch Society‘:

Mit dem Titel "Free Lunch Society" nimmt Regisseur Tod auf eine Aussage des US-Präsidenten Ronald Reagan Bezug, der die Vision der Ressourcenumverteilung auf jeden einzelnen Bürger einst mit dem Satz "There is no such thing as free lunch" als Spinnerei abtat. Tods Ansatz: Im 21. Jahrhundert, in dem der technologische Fortschritt und die Automatisierung Menschen Jobs kosten, bedarf es neuer Modelle. Also zeigt er den Erfolg historischer oder aktueller Testläufe von Alaska bis Namibia und Initiativen wie eine Berliner Grundeinkommen-"Lotterie" auf, lässt langjährige Verfechter wie dm-Gründer Götz Werner zu Wort kommen und dringt zum Kern der reflexartigen Ablehnung vor: dem Misstrauen gegenüber anderen, die das ja nur ausnutzen und sich auf die faule Haut legen würden.

Montiert in Kapitel und mit erläuterndem Off-Kommentar ergänzt, hält "Free Lunch Society" als gute Einführung in das Thema her und stellt dem Zuseher direkt die Frage, was er oder sie denn täte, würden Einkommen und Arbeit entkoppelt. Die Antwort darauf, wie genau das finanzier- und umsetzbar wäre, bleibt der über weite Strecken Film aber schuldig.

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