Freche Mädchen 2

Komödie, D 2010
Frech sind sie

Frech sind sie

Gestern: Die große Liebe, die Freundinnen, alles perfekt. Doch kurze Zeit später sieht alles ganz anders aus. Tränen, Eifersucht und tiefer Schmerz. Selten geraten Gefühle so in Aufruhr wie in der Pubertät. Wie schrecklich! Und wie wunderschön! Auch Mila, Hanna und Kati stecken mittendrin im Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein. In "Freche Mädchen 2" geht es drunter und drüber.

Selbst die Freundschaft der drei wird auf eine harte Probe gestellt. Der Grund: natürlich die Jungs. Und die große Frage: Wie halte ich eine Beziehung am Laufen? Der unterhaltsame Film von Regisseurin Ute Wieland nimmt die Probleme und Gefühle der Jugendlichen ernst. Das ist nicht nur für junge Mädchen ein Vergnügen, sondern auch für leidgeplagte Eltern pubertierender Kinder, die über das ganze Auf und Ab einfach mal herzlich lachen wollen.

Auslöser für die Turbulenzen ist eine Chorfreizeit in den Bergen bei Berchtesgaden. Mila (Emilia Schüle) fährt nur ungern muss ihr Freund Markus (Jonathan Beck) doch zu Hause in Wuppertal bleiben und seinem Vater im Reitstall helfen. Dort treibt sich auch die zickige Vanessa rum und macht sich ungeniert an Markus ran. Mila leidet Höllenqualen auf der Berghütte, wo nicht mal das Handy funktioniert. Und sie verguckt sich in den smarten Antony. Kati (Henriette Nagel) dagegen ist ausgerechnet während der Freizeit zu einem Fotoshooting nach München eingeladen und will sich heimlich davonstehlen. Doch das ist schwierig denn neben dem versponnenen Musiklehrer Nickel ist der strenge Mathelehrer Rumpelstilzchen mitgekommen. Und auch bei Hanna (Selina Shirin Müller) gibt es gewaltig Ärger, als sie Branko dabei belauscht, wie er böse über sie herzieht.

Anders als im ersten "Freche Mädchen"-Film beruht der zweite Teil nicht auf Vorlagen der Autorin Bianka Minte-König. Gemeinsam mit Drehbuchautorin Maggie Peren und der Regisseurin entwickelte sie eine neue Geschichte. "Freche Mädchen 2" hat allerdings nicht ganz den Schwung, wie der erste Teil, der mit mehr als einer Million Zuschauern ein Überraschungserfolg war. Das liegt vor allem daran, dass die Ereignisse bisweilen etwas aneinandergereiht sind. Doch störend ist das nicht. Dazu trägt vor allem das Schauspieler-Ensemble bei: Armin Rohde als ständig ausflippender Mathelehrer. Sein Motto: "Die ganze Welt ist Zahl!". Oder Tom Gerhardt in der Rolle des Chorleiters, für den nichts so wichtig ist wie die Musik. Kurzauftritte haben Barbara Schöneberger und Matthias Brandt als Katis Eltern, die sich trennen wollen.

Und allen voran die Jugendlichen: Emilia Schüle als verträumte Mila, Henriette Nagel als romantisch-überschäumende Kati und Selina Shirin Müller als eigenwilliges Gesangstalent Hanna. Besonders angenehm an dem Film ist, dass er die Gefühlswelt der Jugendlichen lebensnah schildert und nicht von oben herab durch die Erwachsenen-Brille. "Ich konnte mich im ersten Teil mehr mit Mila identifizieren. Dann sind wir älter geworden und die Probleme sind jünger geblieben, aber von den Grundzügen her stimmt das schon", findet Emilia Schüle. "Es ist ein ehrliches Abbild, wie diese Welt aussieht. Es ist ein einziges Chaos, wenn man in die Pubertät kommt, genau das stellt der Film dar!"

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