Forty Shades of Blue

Drama/ , USA 2005
Laura ist im Zentrum der Begierde

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Ira Sachs präsentiert eine Dreiecksgeschichte vor dem Hintergrund der amerikanischen Musikmetropole Memphis: "Forty Shades of Blue" erzählt dabei die Geschichte eines ungewöhnlichen Paares, Alan James und seine Freundin Laura.

James gilt als Musiklegende, seit er in den 60er Jahren als einer von wenigen Weißen schwarze Musik produzierte. Heute lebt er auf großem Fuß, sein komfortables Wohnhaus liegt in einem modischen Viertel der Stadt. Laura ist eine russische Immigrantin, die James auf einer Tournee in Moskau kennen lernte. Eines Tages taucht Alans erwachsener Sohn Michael in Memphis auf, zum ersten Mal seit Jahren. Das Verhältnis zwischen den beiden Männern ist nicht unkompliziert, und bald entwickelt sich die spontane Feindseligkeit, die Michael der neuen Freundin seines Vaters entgegenbringt, in eine andere Richtung.

In seiner Dreiecksgeschichte, einem eleganten Kammerspiel vor dem Hintergrund der amerikanischen Musikmetropole, verbindet der aus Memphis stammende Regisseur Ira Sachs psychologisches Einfühlungsvermögen mit naturalistisch gezeichnetem Lokalkolorit. Hörenswert wird sein Film nicht zuletzt durch Soul-Aufnahmen, die von dem seinerseits legendären Produzenten Bert Berns (19291967) stammen.

Ira Sachs präsentiert "Forty Shades of Blue" als ein in gedeckten Farben gehaltenes Beziehungsdrama. Die Charakterzeichnung der Figuren kommt dabei ohne Klischees aus, und Sachs nutzt die Locations der Musikmetropole Memphis geschickt, um die Verzweiflung der Protagonisten in Szene zu setzen. Rip Torn glänzt als selbstherrlicher Patriarch über seine (Musik-)Familie, der Sohn und Geliebte an seiner Egozentrik verzweifeln lässt.

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