Following Sean

Dokumentation/ , F/USA 2005
Was wird aus dem jungen Hippie-Sohn?

Was wird aus dem jungen Hippie-Sohn?

"Following Sean" von Ralph Arlyck war einer der größten Publikumserfolge der letzten Viennale. Die Geschichte, die der amerikanische Filmemacher hier über einen kleinen Hippie-Jungen im San Francisco der 60er Jahre und sein Heranwachsen erzählt, ist eines der außerordentlichsten Dokumente jener Zeit und der amerikanischen Geschichte der letzten Jahrzehnte.

Ralph Arlyck, aus linksintellektuellem jüdischen Milieu der Ostküste stammend, war als junger, angehender Filmemacher im Herz der Hippie-Bewegung, wo er Tür an Tür mit einem kleinen 4-jährigen Nachbarjungen namens Sean wohnte. Ihm widmet Arlyck seinen ersten kurzen Film, ein wunderbar lebendiges Dokument über einen eigensinnigen Knirps, der von Rauschgift und Cops fabuliert, mit seinen unkonventionellen Hippieeltern in einer Art Kommune lebt und tagsüber wie ein kleiner Streuner bloßfüßig durch die Straßen von San Francisco zieht.

Als sich der Filmemacher schließlich 35 Jahre später auf die Suche nach seinen alten Freunden macht, entdeckt er auf abenteuerlichen Umwegen Sean wieder. Aus dem Hippiejungen von Height Ashbury ist ein all american man geworden, ein Angestellter der Elektrizitätswerke von San Francisco, der mit seinem Pickup-truck durch die alten Straßen fährt.

"Following Sean" ist eine Reise durch die amerikanische Geschichte, unsentimental und gewitzt, melancholisch und voll wunderbarer Details, eine persönliche und politische Kinoerzählung über das Glück und die Vergeblichkeit und das Vergehen der Zeit.

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