Final Destination 5

Horror/Thriller, USA 2011
Blut und Action

Blut und Action

Eine Vision mit zahlreichen Toten, die in der Realität dann vorerst doch überleben. Und der Tod, der sich genau diese Glücklichen nach und nach holt: "Final Destination 5" steht in Tradition des blutigen Gemetzels seiner vier Vorgänger.

Sind Filme erfolgreich, gibt es häufig fast automatisch Nachfolge-Werke. Irgendwann jedoch verlieren selbst Fans der ersten Stunde das Interesse an den immer wieder selben Mustern. Auch dem fünften Teil der "Final-Destination"-Reihe könnte so etwas drohen. Denn "Final Destination 5" nähert sich - wohl unbeabsichtigt - der Grenze zwischen Horrorfilm und Satire. Zwar lässt Regisseur Steven Quale die Protagonisten getreu der ersten vier Parts wie am Fließband und so bestialisch wie möglich sterben. Doch nehmen die tödlichen Unfälle immer bizarrere Formen an, so dass Zuschauer im Kino trotz erneut plastischer 3D-Darstellung häufig lachen, aber nur selten den Atem anhalten.

Auf wie viele Arten kann man beispielsweise im Massagestudio ums Leben kommen? Wie sollte das Turntraining mit dem Tod enden? Je absurder der Zuschauer sich die Abläufe ausmalt, je kurioser der Film die Fährten legt - Autor Eric Heisserer ("A Nightmare on Elm Street") hat sich fast immer noch eine neue Version einfallen lassen. Nach "Final-Destination"-Manier beginnt er mit einer Vision, in der die Reihenfolge der Tode vorbestimmt wird. Diesmal stürzt eine Hängebrücke ein. Wieder kann eine Hauptfigur ein paar Freunde und Kollegen retten. Und wieder ändert das eigentlich nichts. Oder wie der Gerichtsmediziner sagt: "Der Tod mag es nicht, beschissen zu werden." Nach und nach holt er sich die Überlebenden.

Doch diesmal sollen die Todgeweihten vor ein Dilemma gestellt werden: Das Sterben eines anderen kann ihr Schicksal abwenden. Plötzlich die Chance, den vorgegebene Ablauf zu ändern oder sogar ganz zu entkommen.

Neben Regisseur Quale, der mit James Cameron etwa an "Avatar" gearbeitet hat, bringt Kameramann Brian Pearson für Teil 5 Erfahrung mit der dritten Dimension mit. Die Szenen wirken tatsächlich sehr imposant, der Effekt damit verstärkt. Doch birgt die moderne Technik auch ihre Tücken. Um Kunstblut immer noch so realistisch wie möglich aussehen zu lassen, musste das Team stundenlang neue Mischungen ausprobieren. Das Rezept enthält nun unter anderem Schokoladensoße und Wodka. Und dieses Rezept ist zeimlich gut gelungen.

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