Feuerherz

Drama/Kriegsfilm, D/I/A/F 2008
Die Zehnjährige wird zur Kindersoldatin ausgebildet

Die Zehnjährige wird zur Kindersoldatin ausgebildet

Eine Kindersoldatin aus Eritrea steht im Mittelpunkt des Films "Feuerherz". Regie führte der in München lebende Italiener Luigi Falorni ("Die Geschichte vom weinenden Kamel"). Inspiriert wurde der Streifen von der umstrittenen Autobiografie der Sängerin Senait Mehari. Die deutsch-österreichische Koproduktion lief bei den 58. Filmfestspielen von Berlin im Wettbewerb.

Der Alltag in der eritreischen Befreiungsarmee hat das zehnjährige Mädchen Awet eingeholt. Dabei hat ihre Kindheit im Eritrea der 80er Jahre behütet begonnen. Von der Mutter verlassen, wird sie zunächst in einem Kloster erzogen. Mitten in den Wirren des Unabhängigkeitskrieges Eritreas gegen Äthiopien holt die Schwester Awet ab, um sie zu ihrem Vater und der Stiefmutter zu bringen. Ihr Glücksbringer ist das Abbild eines Feuerherzes, das ihr die Nonne noch schnell in die Hand drückt. Bei ihrem Vater ist Awet nicht willkommen - ganz im Gegenteil: Er bringt sie und ihre Schwester sogar selbst in ein Lager, um die beiden zu Kindersoldatinnen ausbilden zu lassen.

Immer wieder blickt die Hauptdarstellerin mit herzerweichendem Blick in die Kamera. Regisseur Falorni hat mit Letekidan Micael ein Mädchen gefunden, das die Zuseher bewegt. Die Familie der Hauptdarstellerin flüchtete selbst aus Eritrea. Gedreht wurde der Film, der von der österreichischen Filmfirma Aichholzer mitfinanziert wurde, in Kenia und nicht in Eritrea, da es Probleme mit der dortigen Regierung gab. Kein Wunder: Das Buch der Sängerin Senait Mehari ist umstritten, ihr wird vorgeworfen, ihre Geschichte entspreche nicht der Wahrheit.  

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