Fanboys

Abenteuer/Komödie, USA 2008
Mit 'Star Wars'-Fans legt man sich besser nicht an

Mit 'Star Wars'-Fans legt man sich besser nicht an

Es ist 1998 - nur noch wenige Monate, bis "Star Wars: Episode I" in die Kinos kommt. Doch für Fan Linus könnte das bereits zu spät sein. Er ist an Krebs erkrankt und hat nur noch wenig Zeit zu leben. Da beschließen seine Freunde, in einer wahnwitzigen, illegalen Aktion ihm doch noch die Chance zu ermöglichen, den Film zu sehen. Tragikomisches Roadmovie mit vielen "Star Wars"-Zitaten.

"Star Wars" oder "Star Trek" - für viele Sci-Fi-Fans sind das "Religionen", wie sie nicht unterschiedlicher sein können. Doch während das Raumschiff Enterprise regelmäßig in Spielfilmen und verschiedenen TV-Serien durchstartete, brach für "Star Wars"-Fans nach "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" (1983) eine sehr lange Durststrecke an. Immer wieder kochten die Emotionen hoch, wenn Gerüchte verlautbart wurden, dass Mastermind George Lucas an neuen Episoden arbeiten würde. Und immer wieder wurden Fans vertröstet... Dann - 1998 - war es soweit: Das Prequel "Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung" soll endlich in den Kinos starten.

Und hier setzt "Fanboys" ein: Linus (Chris Marquette), Windows (Jay Baruchel) und Hutch (Dan Fogler) sind die größten "Star Wars"-Fans - und in sechs Monaten wird endlich ein Teil der Werdungsgeschichte von Anakin Skywalker a.k.a. Darth Vader erzählt. Doch Linus läuft die Zeit davon: Er ist an Krebs erkrankt und wird den Filmstart wahrscheinlich nicht mehr erleben. Da kommt ihr alter Kumpel Eric (Sam Huntington), der seine "Krieg der Sterne"-Leidenschaft zugunsten eines Jobs aufgegeben hat, mit einem wahnwitzigen Schlachtplan daher: Die vier Freunde sollen 2.000 Meilen nach Texas fahren, um in George Lucas' legendäre "Skywalker Ranch" einzubrechen und eine Kopie des Films zu stehlen. So hätte Linus doch noch die Möglichkeit, den Film zu sehen.

Was nun folgt, ist ein tragikomisches Roadmovie, in dem Linus, Windows, Hutch und Eric allerhand Komisches und Tragisches erleben. Verfeindete "Trekkies" machen ihnen das Leben schwer, Zoe (ein Mädchen!) entpuppt sich ebenfalls als Hardcore-"Star Wars"-Fan - und William Shatner (DER Captain James T. Kirk) hat die Pläne und Zugangs-Codes für die "Skywalker Ranch". Als Stargäste treten u.a. Carrie Fisher (Prinzessin Leia Organa aus der ursprünglichen Trilogie), Billy Dee Williams (a.k.a. Lando Calrissian), Ray Park (Darth Maul aus "Episode I") und Kevin Smith (der "Clerks"-Regisseur ist für seine "Star Wars"-Zitate berühmt-berüchtigt) auf.

Wenn es nach dem Willen der Produzenten gegangen wäre, wäre "Fanboys" nur ein einfaches Roadmovie ohne tragische Komponente geworden. Die Weinstein Company fand den Handlungsstrang rund um den Krebs als zu düster, entriss Regisseur Kyle Newman das Projekt und beauftragte Steven Brill mit Nachdrehs. Allerdings hatte die Firma die Rechnung ohne die Fans gemacht: Diese initiierten die "Stop Darth Weinstein campaign", riefen zu Film-Boykotten auf und veranstalteten Demonstrationen. Schließlich lenkten die Weinstein-Brüder ein und gaben Kyle Newman seinen Film zurück.

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