Falco - Verdammt, wir leben noch!

Drama/ , A/D 2008
Der "Falke" hebt ab

Der "Falke" hebt ab

Die Messer waren schon gewetzt, als sich Thomas Roth an die Verfilmung des Lebens von Österreichs größtem Popstar machte und für die Hauptrolle mit Manuel Rubey den Sänger der Gruppe Mondscheiner verpflichtete. Dennoch: Roth ist ein klassisches Biopic mit einem überzeugenden Hauptdarsteller gelungen.

"Mich werden sie erst wieder lieb haben, wenn ich ganz tot bin", ist nicht das einzige griffige Zitat, das Roth, der auch das Drehbuch geschrieben hat, dem Musiker in den Mund legt. Zehn Jahre nach dem tödlichen Autounfall in der Dominikanischen Republik ist Falco in Österreich zu einem fast unantastbaren Mythos geworden. Kein Wunder also, dass Roth mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, als er sich dem exzessiven Leben des "Falken" filmisch annähern wollten.

"Schau, Mama, ich will Popstar werden", erklärt der kleine Hans Hölzel seiner Mutter, als diese ihn zur Rede stellt, warum er sich wochenlang nicht in der Schule blicken ließ. Und auf seinem Weg will sich der ehrgeizige junge Mann - inspiriert von David Bowie und der Sprache des Schauspielers Oskar Werner - auch nicht aufhalten lassen. "Von nix kommt nix", wurde ihm vom bürgerlichen Elternhaus mitgegeben - und bald steht der Bassist der Gruppe Drahdiwaberl als Frontman auf der Bühne, wird als Falco entdeckt und macht Karriere. Dass er dem Druck des Erfolgs ebenso wenig gewachsen war wie seinem schnellen Reichtum, seiner Drogensucht und seinen ambivalenten Frauenbeziehungen - insbesondere zu seiner späteren Frau Jacqueline -, macht Roth für den Zuseher nachvollziehbar und authentisch erfahrbar.

Am 7. Februar, einen Tag nach dem 10. Todestag des exaltierten Sängers, läuft "Falco - Verdammt, wir leben noch!" im Kino an.

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