Fair Game

Action/Thriller, USA 2010
Packender Politthriller mit Watts und Penn

Packender Politthriller mit Watts und Penn

Es ging als "Plame Affair" in die US-Geschichte ein: Nachdem ihr Mann Joe Wilson die Massenvernichtungswaffen im Irak in einem Zeitungsartikel für eine Lüge erklärte, wurde Valerie Plame vom Weißen Haus als Agentin enttarnt. Nach dem Gesetz ist das Hochverrat - und guter Stoff für eine Verfilmung. Doug Liman ("Die Bourne Identität") nahm sich des Skandals an und schuf ein aufwühlendes Politdrama.

Die Anschläge vom 11. September 2001 liegen wenige Monate zurück, die Drahtzieher sind noch nicht gefunden. Als die US-Regierung Informationen erhält, wonach Saddam Hussein für die Produktion von Massenvernichtungswaffen in Nigeria Uran gekauft haben soll, wird die CIA beauftragt, den Spuren nachzugehen. Joe Wilson (Penn), ehemaliger Diplomat und Botschafter in Afrika und im Irak, scheint der beste Mann für den Job - seine Ehefrau Valerie Plame (Watts), ihres Zeichens erfolgreiche CIA-Agentin, gibt die Vermittlerin und Joe reist daraufhin nach Nigeria. Schnell stellt er fest: der Kauf hat nie stattgefunden.

Wenig später wird Bagdad bombardiert und die US-Regierung führt den widerlegten Uran-Kauf als einen der "Beweise" für den Vorrat an Massenvernichtungswaffen an. Joe wird klar, dass der Irak-Krieg bewusst mit einer Lüge begonnen hat. In einem Artikel in der New York Times verdeutlicht er, dass es keinen Uran-Deal gab. Die Reaktion der Regierung ist drastisch - und gesetzeswidrig. Das Weiße Haus reagiert mit einer Kolumne, in der Joe als Wichtigtuer dargestellt wird, der selbst nichts mit der CIA zu tun habe. Lediglich seine Frau, die sei Geheimagentin. Für Valerie, die damit enttarnt ist, bricht eine Welt zusammen: Ihren Job als Agentin, den sie vor ihrem gesamten Umfeld 18 Jahre lang geheim halten musste, verliert sie. Ihre Freunde wenden sich ab, ihre Informanten sind in Gefahr, die Medien stürzen sich auf sie.

Was als Polit-Thriller beginnt, der mit knallharten Fakten und echten Namen den unglaublichen Skandal aufarbeitet, geht mühelos in ein aufwühlendes, menschliches Drama über. Sean Penn ist als leidenschaftlicher Verfechter der Wahrheit ganz in seinem Element, Naomi Watts brilliert in ihrer Darstellung zwischen Verzweiflung und Würdebewahrung. Doug Liman, der neben der Regie auch für die Kameraarbeit verantwortlich zeichnete, gelingt mit "Fair Game" ein kurzweiliger, spannender Film über Zivilcourage, Integrität und die Abgründe der Politik. Das Drehbuch basiert auf "The Politics of Truth" von Joseph Wilson und "Fair Game" von Valerie Plame.

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