Factotum

Drama/ , USA/N 2005
Henry schreibt... und schreibt... und schreibt

Henry schreibt... und schreibt... und schreibt

Spätestens seit Mickey Rourke 1987 als notorischer Trinker durch den Film "Barfly" torkelte, ist der herbe Charme des Schriftstellers Charles Bukowski auch dem Kinozuschauer bekannt. Den speziellen Männerhumor Bukowskis muss man mögen, um an Bent Hamers Film "Factotum" seine Freude zu haben.

Der Held, ein abgehalfterter Schriftsteller, hangelt sich zwischen Bar, Lotterbett und Rennbahn von Tag zu Tag. Ausgerechnet der einstige Mädchenschwarm Matt Dillon ("Rumble Fish") hat die Hauptrolle übernommen und spielt Bukowskis Alter ego Henry Chinaski.

Der 41-Jährige darf sich als Schauspieler richtig austoben. Den ganzen Film über sieht Dillon so aus, als würde er in seinen Kleidern schlafen und tatsächlich heimlich Fusel trinken. Der Zuschauer begleitet ihn auf seiner Odyssee von Job zu Job, und wäre nicht Amerika der Schauplatz, wäre die Tristesse wohl kaum zu ertragen. Das Bukowski-Zitat "Einige Menschen werden nie verrückt - was für ein schreckliches Leben sie führen müssen" ist das Leitmotiv.

Der norwegische Regisseur Hamer hat bereits in dem skurrilen Streifen "Kitchen Stories" bewiesen, dass er ein Gespür für lakonischen Witz hat. Es macht ihm sichtlich Spaß, seinen Helden in einer Gurkenfabrik arbeiten zu lassen - wo er natürlich schnell wieder rausfliegt.

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