Evil Dead

Horror, USA 2013
Grusel reloaded

Grusel reloaded

Blutiger geht's nicht: Die Neuverfilmung des Kultfilms "The Evil Dead" ist nichts für empfindsame Gemüter. Fans des Horror-Genres und Anhänger des Originals dürften sich aber über das Remake freuen.

Es zählt zu den absoluten Gruselfilm-Klassikern, und soll nur 375.000 Dollar gekostet haben: Das Langfilm-Debüt von "Spider-Man"-Regisseur Sam Raimi "The Evil Dead" ("Tanz der Teufel") von 1981. Berüchtigt und von Fans geliebt wegen seiner Gewaltexzesse. Nun gibt es eine Neuverfilmung der Horror-Story um fünf Freunde und deren schockierende Erlebnisse in einer einsamen Waldhütte. Ähnlich wie schon Raimi Anfang der 80er setzt auch der aus Uruguay stammende Regisseur Fede Alvarez bei seinem Remake des Klassikers auf extrem viel Kunstblut und einen recht unbekannten Cast an jungen Darstellern. Raimi selbst fungiert diesmal als Produzent.

Am Anfang ist die Stimmung gut, schließlich will das Freundesquintett nur gemeinsam ein paar Tage im Wald verbringen, in einer kleinen, zunächst aber fast heimelig anmutenden Hütte. Auch wenn die Drogensucht von Mia großes Thema ist: Endlich will die junge Frau davon loskommen. Mia aber verhält sich immer seltsamer, und dann sind da ja auch noch die Luke im Boden, die zum Keller führt und der schreckliche Gestank, als dessen Ursprung bald von der Decke baumelnde Katzenkadaver ausgemacht sind. Als Eric, der nerdige Typ mit der großen Brille, auch noch ein in Stacheldraht verpacktes mysteriöses Buch öffnet, nimmt das Geschehen seinen höchst unheilvollen Verlauf.

Regisseur Alvarez verwendet einige aus der Filmvorlage "The Evil Dead" bereits bekannte Elemente: vom baufälligen Häuschen im Wald über die wackligen, sehr unheimlichen Kamerafahrten bis hin zum legendären rätselhaften Buch, mit dem sich Dämonen wecken lassen. Das Blutbad aber entfaltet auch ohne jedwede Kenntnis der "Evil Dead"-Reihe seine Wirkung. Genretypische Streichersequenzen sowie weitere, großes Unbehagen erzeugende Horror-Elemente tun ihr Übriges.

"Evil Dead" von 2013 ist ein gelungenes Remake, das den Vergleich mit dem kultigen Original von 1981 nicht zu scheuen braucht. Das Original war trashiger, theatralischer und auf eine sehr spezielle Art auch lustiger. Die Neuauflage dagegen ist professioneller gestaltet und weniger albern - wenn man so will: ein wenig ernster.

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