Es ist ein Elch entsprungen

Family/ , D 2005

Mit der originellen Familienkomödie "Es ist ein Elch entsprungen" beschert der niederländische Regisseur Ben Verbong ("Das Sams") den Kinofans ein fantasievolles, warmherziges Weihnachtsmärchen. Die Vorlage zu dem turbulenten Leinwandabenteuer lieferte der Drehbuchautor Andreas Steinhöfel ("Käpt'n Blaubär Club").

Ein ohrenbetäubender Lärm unterbricht abrupt das Weihnachtslied, das die zwölfjährige Tochter (Sarah Beck) gerade in schiefen Tönen am Klavier angestimmt hat. Aufgeregt eilt die Familie ins Wohnzimmer und glaubt ihren eigenen Augen nicht zu trauen. Unter einer riesigen Staubwolke wird ein ausgewachsener Elch sichtbar, der durch das Hausdach mitten in die Stube hereingebrochen ist. Zu ihrem Erstaunen kann das riesige Vieh sogar sprechen und gibt sich als das Schlittentier des Weihnachtsmannes aus.

Der zehnjährige Sohn der Familie (Raban Bieling) hat sich bis dahin sehr einsam und unverstanden gefühlt, seitdem er mit seiner Mutter (Anja Kling) und Schwester auf das Land gezogen ist. Seine neuen Mitschüler hänseln ihn und versuchen obendrein, ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben, als sie den Hühnerstall des verhassten Bauern (Jürgen Tarrach) in die Luft jagen. Einen echten Freund findet er erst in dem Respekt einflößenden Elch, der ihn vor den fiesen Kids beschützt.

Als plötzlich der Weihnachtsmann (Mario Adorf) in Zivilkleidung bei ihm zu Hause aufkreuzt, um mit seinem Schlittentier davon zu fliegen, gerät er in einen schweren Zielkonflikt. Denn sofern sein geliebter Elch diese Mission nicht erfüllt, wird zum Kummer aller Kinder das Weihnachtsfest auf der ganzen Welt ausfallen.

"Der ganze Film stand und fiel mit dem Elch, der als Figur glaubwürdig sein musste", erklärt Verbong. Um diese gigantische Kreatur auf der Leinwand zum Leben zu erwecken, baute die Berliner Firma Chris Creatures einen über drei Meter großen und 400 Kilo schweren Animatronic, der mit Hilfe von verschiedenen Puppenspielern bewegt wurde. Als kompliziertester Teil dieser Figur erwies sich der Kopf des Elches, dessen Mimik über ferngesteuerte Motoren erzeugt wurde. Die technische Arbeit ist jedenfalls gelungen - ebenso wie der Film, der zur Einstimmung auf Weihnachten perfekte Kinounterhaltung für die ganze Familie bietet.

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