Elysium

Action/Drama, USA 2013
Matt Damon kämpft für die Menschheit

Matt Damon kämpft für die Menschheit

Derzeit haben es Kinohelden wahrlich nicht leicht: Nach Tom Cruises "Oblivion", Will Smiths "After Earth" oder Brad Pitts "World War Z" muss sich nun Matt Damon in "Elysium" für das Wohl seines Planeten einsetzen - respektive sich in guter alter Jesus-Manier opfern, um das Heil der Menschheit zu sichern.

In der Mitte des 22. Jahrhunderts ist die Erde zerstört und Los Angeles zum spanischsprachigen Slum mutiert. Während die Mehrheit der Menschen versuchen muss, im gewaltüberfluteten Elendsquartier zu überleben, haben sich die Superreichen nach "Elysium" abgesetzt, einem künstlichen Idyll im Weltraum.

Max (Damon) ist trotz wilder Vergangenheit ein braver Arbeiter auf der Erde. Als er nach einem Atomunfall in der Arbeit nur mehr fünf Tage zu leben hat, geht er einen Pakt mit Aufständischen ein, damit diese ihn nach Elysium bringen, wo ihm medizinische Hilfe zuteilwerden kann. Seine Gegenspielerin ist dabei die eiskalte, putschbereite Verteidigungsministerin der Exklave (Jodie Foster), die von laschen Einwanderungsgesetzen gar nichts hält. So wird die Privatmission des Einzelnen zur Rettungsaktion für die gesamte Menschheit, trägt Max doch alsbald den Code für eine völlige Umprogrammierung des Regierungssystems von Elysium im Kopf.

Der südafrikanische Regisseur Neill Blomkamp setzt auch bei seinem zweiten Werk nach dem Überraschungsdebüt von "District 9" auf actiongeladene Zukunftsvisionen mit politischen Hintergründen in bombastischen Bildern, die er in Vancouver für die Aufnahmen der Reichenbezirke und in den Außenbezirken von Mexiko-Stadt für die Armensiedlungen gefunden hat.

Blomkamp überzeugt durch seinen visuell perfekten Film, ganz ohne 3D-Schnickschnack. Dazu reiht der Regisseur eine Knaller-Action-Szene an die andere - von der Raumschiff-Bruchlandung über Drohnen-Attacken und Roboter-Killer bis zu Mann-zu-Mann-Kämpfen. Die etwas schlichte moralische, mahnende Story über Werte wie Mitmenschlichkeit, Gerechtigkeit und Achtsamkeit wird angesichts dieser Schauwerte fast zur Nebensache.

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