Eltern

Komödie, D 2013
Christine und Paul suchen ein Au-Pair-Mädchen

Christine und Paul suchen ein Au-Pair-Mädchen

Es könnte alles so schön sein: Vater, Mutter und zwei Kinder. Die Frau strebt einen zeitaufwendigeren Job an, der Mann bleibt zuhause. Ein modernes Familienmodell. In seiner bittersüßen Komödie "Eltern" lotet Robert Thalheim aus, welchen Belastungen Familien heutzutage ausgesetzt sind, vor allem, wenn sie nach Perfektion streben.

Christine (Christiane Paul) strebt in ihrem Krankenhaus einen Posten als Oberärztin an. Hausmann Konrad (Charly Hübner) ist der umschwärmte Held aller Kindergartenmütter, für die ein Mann in dieser Rolle immer noch ungewöhnlich ist. Doch dann beschließt dieser Traumvater, wieder zu arbeiten. Das Angebot als Theaterregisseur ist zu verlockend. Ein Au-Pair-Mädchen muss her, um die zehn Jahre alte Käthe und die fünfjährige Emma zu versorgen. Doch leider sorgt Isabel für mehr Wirbel als Entlastung. So endet alles in einem fürchterlichen Chaos, dem Konrad von heute auf morgen den Rücken kehrt. Er zieht sich ins Theater zurück, wo neben viel Arbeit auch die hübsche Julie aus der Requisite wartet.

Vieles in dem Film ist sehr genau beobachtet - ist Thalheim doch selber Vater und konnte vieles aus seiner Erfahrung beisteuern. Mitunter wirkt das Geschehen allerdings etwas verworren, vor allem wenn es um das Au-Pair-Mädchen geht. Hier bleiben viele Fragen offen, etwa, warum die ohnehin schon so gestressten Eltern sich in dieser Situation nicht schnell eine andere Lösung suchen. Stattdessen setzen sie ihre Arbeit und das Familienglück aufs Spiel. Am Ende ist allen klar, so kann es nicht weitergehen.

Mit viel Humor, mitunter auch ziemlich böse, schildert Thalheim ("Westwind"), selbst Familienvater, den alltäglichen Familienwahnsinn zwischen Arbeit, Kindern, Haushalt und dem Wunsch nach etwas Zweisamkeit. Die Ansprüche sind hoch und so ist es kein Wunder, dass das Modell erst mal scheitert - nicht zuletzt, weil das nette Au-Pair-Mädchen auf einmal zum dritten Kind mutiert.

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