Elliot, der Drache

Abenteuer/Family, USA 2016

Pete und sein Kumpel Elliot sind unzertrennlich

Vor 40 Jahren eroberte Schmunzelmonster Elliot die Herzen der Kinogänger. Damals wurden die Abenteuer des freundlichen Drachen mit dem Waisenjungen Pete sehr charmant, wenn auch etwas naiv in einer Art Musical erzählt. Nun bringt Disney den grün-flauschigen Drachen wieder auf die Leinwand, wobei "Elliot, der Drache" diesmal ohne Tanzszenen auskommt.

Die Geschichte des aufwendig animierten Abenteuers ist schnell erzählt und nimmt nur wenige Elemente aus dem Klassiker auf: Nach einem Verkehrsunfall, bei dem die Eltern ums Leben kommen, irrt der kleine Pete (Oakes Fegley) alleine durch einen riesigen Wald, in seinem Rucksack das Bilderbuch "Pete's Dragon". Ein solcher taucht dann tatsächlich auf, um den kleinen Buben zu retten. Nach bester Mogli-Manier streifen die beiden durch die Wälder, liefern sich wilde Verfolgungsjagden, essen Beeren, kuscheln und schauen sich immer wieder Petes Buch an - die einzige vage Erinnerung an seine Eltern und ein Relikt aus einem anderen Leben.

Sechs Jahre später beginnen in der Nähe von Elliots und Petes Höhle Waldarbeiten, Pete sieht erstmals wieder Menschen. Auch die freundliche Wildhüterin Grace stößt auf ihn. Zögerlich nähert er sich ihr und folgt ihr schließlich in die nahegelegene Kleinstadt. Nach und nach berichtet er von seinem Freund Elliot, der erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Drachen aus den Erzählungen des etwas kauzigen Vaters von Grace (Robert Redford) hat.

Während Grace zusammen mit der elfjährigen Natalie, der Tochter von Sägewerkbesitzer Jack, versucht, hinter das Geheimnis des sagenumwobenen Drachens zu kommen, wittern raffgierige Holzfäller das große Geschäft mit dem vermeintlichen Ungeheuer. Der durchaus beliebte Kampf zwischen fantasievollen Abenteurern und skrupellosen Geschäftemachern beginnt.

Regisseur und Drehbuchautor David Lowery siedelt sein Märchen in den 80er-Jahren an: Handys gibt's noch nicht, die Kinder fahren BMX-Rad und Skateboard. Diese Kleinstadt scheint seltsam aus der Zeit gefallen - oder eben eine Hommage an diese Zeit und deren Helden wie E.T. oder Alf zu sein. Das macht auch den einstigen Fans des Schmunzelmonsters aus den 70er-Jahren Spaß.

Natürlich spart auch dieses Disney-Abenteuer nicht an großen Emotionen und grellbunten Bildern: Da landen Schmetterlinge auf Elliots Nase, Blumen schaut man dabei zu, wie sie ihre Blüten öffnen, Käfer krabbeln in Großaufnahme über den vom Tau kühlfeuchten Waldboden. Försterin Grace findet in dem kleinen Burschen einen Gleichgesinnten und kommt dabei auch gleich ihrem Vater näher. Als kluger, alter Märchenonkel glaubt der an den Zauber und die Kraft der Fantasie - und an die Existenz des Drachens. Er selbst war ihm vor Jahrzehnten begegnet, doch weil er wusste, dass ihm sowieso niemand glauben würde, erzählte er die Geschichte als Märchen.

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