Elizabethtown

Komödie/Drama, USA 2005
Orlando und Kirsten als neues Traumpaar

Orlando und Kirsten als neues Traumpaar

Die Story von Cameron Crowes ("Almost Famous") neuer Komödie "Elizabethtown" ist so einfach wie kurzweilig: Drew Baylor (Orlando Bloom) wird vom plötzlichen Tod seines Vaters vor dem Selbstmord gerettet und geht auf einen unfreiwilligen Selbstfindungstrip. Witzig, intelligent und sehr musikalisch.

Als "Spezialist für letzte Blicke" betritt Drew die hermetisch gesicherte Chefetage, um seine Kündigung entgegenzunehmen. Er hat nämlich als Verantwortlicher für das neue Modell der Kult-Turnschuhmarke den finanziellen Flop des Jahrzehnts geliefert und muss als letzten Dienst auch noch auf Anweisung des Chefs dem großen Wirtschaftsmagazin ein Interview geben. Nach dieser Demütigung will er seinem Leben ein Ende setzen, stattdessen muss der cool-urbane Drew aber nach Elizabethtown im unsäglich provinziellen Kentucky reisen, um die sterblichen Überreste seines ihm längst entfremdeten Vaters nach Oregon, zu seiner Mutter, zu bringen.

Natürlich wird aus dem Ausflug ein "back to the roots" für Drew, denn sein Vater lebte dort zuletzt inmitten seiner kauzigen Verwandten, die Drew zuletzt in Kindertagen sah. Schon während des Fluges erscheint ihm die plappernde Stewardess Claire (Kirsten Dunst) als Zeichen des Himmels, und gewissermaßen nimmt sie den anfänglich Verwirrten unter ihre heimatliche Fittiche. Allmählich findet er die dortigen Bräuche wie durchgeknallte, tagelange Hochzeits-Parties im ersten Hotel der Stadt nicht mehr so seltsam.

Drews Mutter stellt eine dieser vielen kleinen Inseln des Filmes dar, wo ganz eigene Geschichten spielen könnten. Susan Sarandon verkörpert sie sympathisch, diese Frau in mittleren Jahren, die nicht in starre Trauer verfällt, sondern im Gegenteil nervöse Hektik im Aufholen versäumter Möglichkeiten entwickelt. Dazu gehört Bauchtanz oder Steppen. Letzteres demonstriert sie bei der großen Begräbnisfeier in Elizabethtown.

Drew schnappt sich schließlich die Urne seines Vaters (er konnte die Einäscherung trotz Widerstands nicht mehr rechtzeitig stoppen) und fährt durch Kentucky, um die Asche an denkwürdigen Plätzen, die man bisher in Hollywood-Filmen garantiert nicht sehen konnte, zu verstreuen. Sein Tourguide ist dabei Claire...

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