Elementarteilchen

Drama/Romanze, D 2006
Deutsche Starparade bei lauer Verfilmung

Deutsche Starparade bei lauer Verfilmung

Oskar Roehler und Produzent Bernd Eichinger haben den in den 90er-Jahren erschienenen Skandalroman "Elementarteilchen" von Michel Houellebecq mehrheitsfähig für die Leinwand aufbereitet. Eine wahre Starparade des deutschen Gegenwartskinos trat für die Verfilmung an, Moritz Bleibtreu bekam für seine Darstellung des Bruno bei der Berlinale den Silbernen Bären.

Der Roman "Elementarteilchen" sorgte durch seinen vielfach als unmoralisch empfundenen Zynismus, seinen deutlichen Kulturpessimismus und seine drastischen Sexszenen für Aufregung. Der Grundcharakter der Verfilmung entfernt sich jedoch vom Charakter des Tabubruches, statt Drastik setzte Roehler vielmehr auf eine durchgängige Erzählung mit Happy End.

Der Film erzählt die tragikomische Geschichte zweier Halbbrüder, sehr unterschiedliche Söhne einer hippie-mäßig ziemlich durchgeknallten Mutter (Nina Hoss). Michael (Christian Ulmen) ist bereits in der Schule ein Mathematikgenie und forscht später als weltbekannter Wissenschafter an der Fortpflanzung im Labor. Ironischerweise kann er die eigene Sexualität erst ausleben, als er nach vielen Jahren seiner einstigen Jugendliebe (Franka Potente) wiederbegegnet.

Der Lehrer Bruno (Moritz Bleibtreu) dagegen ist ein selbstmitleidiger Waschlappen, wichst auf Schularbeiten hübscher Schülerinnen und findet Verständnis zunächst nur bei einer psychiatrischen Ärztin (Corinna Harfouch). Ausgerechnet in einem esoterischen Nudistencamp gelingt es ihm, eine Partnerin (eindrucksvoll: Martina Gedeck) zu finden. Doch die hat Krebs, landet im Rollstuhl und springt schließlich trotz halbseitiger Lähmung vom Balkon.

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