El abrazo partido

Komödie/ , RA/F/I/E 2004
Ariel auf der Suche

Ariel auf der Suche

Ariel wie der Luftgeist aus Shakespeares "Sturm" heißt der Protagonist des argentinischen Films "El abrazo partido" von Daniel Burman, der bei der vergangenen Berlinale mit dem Großen Preis der Jury und dem Silbernen Bären für Hauptdarsteller Daniel Hendler prämiert wurde.

Ariel führt gemeinsam mit seiner Mutter einen Dessous-Laden in einer kleinen Geschäftspassage im jüdischen Viertel von Buenos Aires, einer bunten Insel eingeborener oder -geschworener Existenzen, die den Stürmen der neuen Zeit trotzen oder auf irgendeinen verheißungsvollen Dampfer Richtung Zukunft aufzuspringen suchen. Die Kims aus Korea, die hier gestrandet sind, probieren es in der neuen Heimat mit Feng Shui, Osvaldo versucht sich mit Papierwaren über Wasser zu halten, lovely Rita lässt sich von ihrem alten Liebhaber ein Internetcafe sponsern, und Ariels Bruder betreibt einen Allerlei-Import-Export.

Damenunterwäsche ist da im Vergleich zwar ziemlich krisensicher. Doch Ariel zieht es, wie viele seiner Generation, nach Europa, woher seine polnischen Großeltern vor dem Holocaust geflüchtet sind. Sein Leben folgt einer paradoxen Fluchtbewegung. Das Architekturstudium hat er aufgegeben - statt auf dem Reißbrett die Städte der Zukunft zu entwerfen, dekoriert er jetzt Schaufenster mit Slips und Büstenhaltern.

Die Leerstelle, die wie ein großes Loch in einem Vakuum offenbar die Sogrichtung seines Daseins bestimmt, heißt Elias wie der Prophet und ist sein Vater, der die Mutter und seinen älteren Bruder unmittelbar nach seiner Geburt verlassen hat, um für Israel in den Krieg zu ziehen. Die wahren Hintergründe seines Verschwindens werden Ariel allerdings erst klar, als der Vater unvermutet wieder auftaucht und mit der buchstäblichen Versöhnung die Geschichte eine überraschende Wendung nimmt.

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