Einmal ist keinmal

Action/Komödie, USA 2012
Katherine Heigl in einer ungewöhnlichen Rolle

Katherine Heigl in einer ungewöhnlichen Rolle

Katherine Heigl, wie man sie bisher nicht kannte: Als sexy Kautionsjägerin, die selbst mit den unangenehmsten Kerlen selbstbewusst umspringt. Die Krimikomödie basiert auf einer erfolgreichen US-Romanreihe.

So toughe wie aparte Leinwandheldinnen sind en vogue - von Saoirse Ronan in "Wer ist Hanna?" über Zoe Saldana in "Colombiana" bis Gina Carano, die derzeit in Steven Soderberghs "Haywire" Männer versohlen darf. Nun gesellt sich auch Katherine Heigl in "Einmal ist keinmal" dazu, die in dieser Melange aus Love-Story, Krimi und Komödie ihr Talent als Kopfgeldjägerin unter Beweis stellt. Auch die Regie stammt von einer Frau, Julie Anne Robinson, die 2010 mit dem Drama "Mit Dir an meiner Seite" debütierte. Diesmal hat sie einen Band aus Janet Evanovichs Bestseller-Reihe um die Heldin Stephanie Plum fürs Kino adaptiert.

Stephanie Plum (Heigl, "Beim ersten Mal") hat es schwer erwischt: Nicht nur ihren Job als Unterwäscheverkäuferin ist sie los, sondern auch den roten Sportflitzer sowie fast die komplette Wohnungseinrichtung. Und da ihr kein Kerl zur Seite steht, sind es die lieben Eltern, die der jungen Frau auf die Sprünge helfen: Wie wäre es mit einem Aushilfsjob in der Kautionsagentur von Vetter Vinnie? Der benötigt Ersatz für einen erkrankten Detektiv. Gleich beim ersten Fall geht's für Stephanie um nicht weniger als 50 000 Dollar Provision, sie muss einen des Mordes verdächtigen Cop ausfindig machen: Ausgerechnet den Joe Morelli (Jason O'Mara), in den sie sich einst so unglücklich verliebte.

Beherzt, wenn auch zunächst etwas tollpatschig, geht Plum nun zur Sache. Eben noch die Unterhöschen, nun versteht sie sich überraschend schnell auf den Umgang mit Feuerwaffen, Prostituierten und schweren Jungs. Das ist nicht immer glaubwürdig, bereitet aber durchaus Spaß, wenn man sich denn drauf einlässt. Auch kommen sich Stephanie und Joe allmählich näher, was für einige durchaus prickelnde Momente sorgt. Der hübsche Ex bedeutet ihr eben noch immer mehr, als Stephanie zunächst zugeben möchte.

"Einmal ist keinmal" - der deutsche Titel der US-Produktion (im Original: "One for the Money") fällt nicht allzu schmissig aus. Wenn man aber das skurrile Leinwandgeschehen und dessen Ungereimtheiten nicht allzu wortwörtlich nimmt, dann kann man sehr wohl seine Freude haben an dieser irgendwie doch seltenen, zumindest aber mutigen Mischung aus Komödie, Romanze, Kriminalstück und Slapstick.

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