Ein Tag, eine Nacht und ein bisschen Morgen

A 2011
Ungewöhnlicher Ensemblefilm

Ungewöhnlicher Ensemblefilm

Der Linzer Stefan Kurowski präsentiert mit "Ein Tag, eine Nacht und ein bisschen Morgen" seinen ersten Spielfilm. Damit schließt der Mitbegründer des Theater Phönix nach zwei Dokumentationen eine Trilogie um den Linzer Edelstahlerzeuger voestalpine mit einer Tragikomödie ab. "Sachen, die mit Menschen zu tun haben, kann man nur fiktional angehen", sagte der Regisseur im Gespräch mit der APA.

Grundlage des Films ist ein Theaterstück des Schweizers Peter Stamm, für den sich Kurowski seit langem interessiert. Er hat den Einakter zu einem Drehbuch weiterentwickelt. Die Geschichte handelt von einem lebensmüden Abteilungsleiter, dem seine Sekretärin eine lustvolle Liebesnacht beschert, just als er beschlossen hatte, sich umzubringen. Sein Vater, dessen Putzfrau und ihre Familie sind die weiteren Personen, deren Alltag, Entfremdung und Suche nach Nähe der Film zeigt. Bürochef Preisel beschließt, gleich nach Dienstschluss zu sterben, sein pflegebedürftiger Vater fühlt sich vernachlässigt und Sekretärin Halbherr gesteht Preisel ihre Liebe. Anna ist mit fünf Jobs und vier Kindern überfordert und Tochter Kathi ist vom falschen Mann schwanger. Michael träumt von zwei Frauen und Hedi verläßt ihn deswegen.

"Ein bissl hat man das Gefühl, dass man in einem Industriegelände ist", so Kurowski, die Voest spiele unterschwellig mit. "Und man hat das Gefühl, das sind Leute, die sind von da." Das sind sie auch, denn viele Schauspieler wie Gottfried Neuner und Brigitta Waschnig sind mit dem Theater Phönix verbunden. "Die Hauptfiguren habe ich schon über Jahre gut gekannt", so Kurowski, andere Rollen habe er gecastet. Entstanden ist die Tragikomödie in nur 28 Drehtagen in Oberösterreich und Wien. "Es waren zwei Blöcke im Herbst 2008 und im Sommer 2009." Beim Festival Crossing Europe im Vorjahr habe es ein Pre-Screening gegeben, bevor der Film im Herbst technisch überarbeitet wurde.

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