Ein Sommer in der Provence

Drama, F 2014
Jean Reno verkörpert den brummigen Großvater

Jean Reno verkörpert den brummigen Großvater

In Rose Boschs "Ein Sommer in der Provence" wird die viel ersehnte Ruhe am Lande zum Albtraum, wenn die Generationen aufeinanderprallen. Es ist eine Tragikomödie um zwischenmenschliche Probleme, bei der Jean Reno seine Rolle als brummiger Großvater äußert glaubwürdig erfüllt.

Für Léa (Chloé Jouannet), Adrien (Hugo Dessioux) und ihren kleinen Bruder Théo (Lukas Pelissier) stehen die Ferien vor der Tür. In diesem Jahr fahren sie erstmals zu ihrem Großvater Paul (Jean Reno), den sie wegen eines Familienzwist nie kennengelernt hatten. Das Reiseziel ist die Provence. Hinzu kommt, dass ihnen der Vater ausgerechnet am Tag vor der Abreise sagt, dass er die Familie verlassen wird. Also nicht gerade die besten Aussichten auf gute Laune

So langweilen sich die 15-jährige Léa, ihr drei Jahre älterer Bruder Adrien und ihr kleiner Bruder Théo ohne Fernseher und Internet auf dem Land zu Tode. Paul, ihr Großvater, hält die Großstadtkids für unerzogen und nörgelt ständig an ihnen herum. Die Familienkonflikte sind komplex und vielschichtig: Denn in den Reibereien mit seinen Enkelkindern spiegelt sich sein schlechtes Verhältnis mit seiner eigenen Tochter wider.

Nach dem Historiendrama "Die Kinder von Paris" über Judendeportationen in Paris behandelt Rose Bosch in ihrem neuen Film einen deutlich leichteren Stoff. Die Filmemacherin stellt hier den Konflikt zwischen den Generationen in den Mittelpunkt. "Ein Sommer in der Provence" spricht mit seinen herrlichen Bildern von Sonnenuntergängen Anhänger des Gefühlskinos an. Denn die ursprünglichen Grenzen zwischen den verschiedenen Lebenswelten lösen sich allmählich auf.

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