Ein Prophet

Krimi/Drama, F/I 2009
In Cannes zum besten französischen Film gekürt

In Cannes zum besten französischen Film gekürt

Jacques Audiards "Ein Prophet" war der Star der Verleihung der französischen Filmpreise Ende Februar in Paris: Der Streifen räumte insgesamt neun Cesars ab, unter anderem wurde das Werk über einen jungen arabischstämmigen Franzosen, der für sechs Jahre ins Gefängnis kommt und dort die Hölle durchmacht, zum besten französischen Film gekürt.

Zudem bekam Audiard den Preis als bester Regisseur, Hauptdarsteller Tahar Rahim wurde als bester Schauspieler geehrt. "Ein Prophet" war einer der großen Publikumserfolge des vergangenen Jahres und hat schon mehrere Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Großen Preis der Jury beim Filmfest in Cannes.

Malik El Djebena kann weder lesen noch schreiben, als er zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wird. Dieses wird von einer korsischen Mafiagruppe unter der Führung von Cesar Luciano kontrolliert wird. Luciano bietet dem Franzosen maghrebinischer Abstammung seinen Schutz an, allerdings nur unter einer Voraussetzung: Malik muss einem Mitgefangenen die Kehle durchschneiden. Aus Angst begeht Malik die Tat widerwillig und steigt dadurch in der Hierarchie innerhalb der Gefängnismauern schnell auf.

Als Vertrauter von Luciano genießt er immer mehr Privilegien, wird aber von den Korsen dennoch nie als einer der ihren akzeptiert. Während er Botengänge und Aufträge für die Korsen ausführt, erfährt er von dem Mafiaboss Cesar Respekt und Demütigung zugleich. Malik lernt schnell, sich mit der Situation zu arrangieren, und gewinnt innerhalb der Gefängnismauern auch bei seinen nicht-korsischen Mitgefangenen immer mehr Ansehen. Doch er verbirgt vor Allen, dass er im Geheimen ganz eigene Pläne schmiedet. Hinter den Kulissen schmuggelt er Drogen aus dem Gefängnis in die Städte und macht gemeinsame Sache mit muslimischen Clans. Als sich ein Kampf um einen Nachfolger anbahnt, ist Malik durch seine List bereits gut gestellt und besitzt Macht über beide Banden.

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