Ein Kuss von Beatrice

Drama, F 2017

Langsam kommen sich Beatrice und Claire näher

Zwei sehr unterschiedliche Frauen nähern sich trotz gemeinsamer, belasteter Vergangenheit an: Von Regisseur Martin Provost recht konventionell geschrieben und inszeniert, entwickelt das Drama "Ein Kuss von Beatrice" wegen zweier Grande Dames des französischen Kinos doch eine gewisse Strahlkraft: Catherine Deneuve und Catherine Frot.

Darum geht‘s in ‚Ein Kuss von Beatrice‘

Als ich krank geworden bin und Gefahr lief, alles zu verlieren, da hab ich an alles gedacht, was wichtig für mich war in meinem Leben. Da hatte ich deinen Vater vor Augen." Mit diesen Worten startet Béatrice (Deneuve) den Versuch, mit Claire (Frot), der Tochter ihres Geliebten, der sich umbrachte, nachdem sie ihn verlassen hatte, Frieden zu schließen -30 Jahre nach seinem Tod.

Allerdings ist Claire von diesen alten Angelegenheiten genervt und mit eigenen Problemen beschäftigt. Doch als sie Paul (Gourmet) kennenlernt, ändert Claire nicht nur ihre Meinung Wachgeküsst. Man darf sich vom romantischen Titel Ein Kuss von Béatrice nicht täuschen lassen.

Unsere Meinung zu ‚Ein Kuss von Beatrice‘

Martin Provosts Film ist keine Romanze, sondern eine Tragikomödie, in der er Frankreichs Grandes Dames -die glamouröse Catherine Deneuve und die elegante Catherine Frot -auf der Leinwand vereinigt.

Es geht um zwei Frauen, die gegensätzlicher nicht sein könnten: die verklemmte und verkopfte Hebamme Claire sowie die ausgelassene und unkonventionelle Béatrice, die Stück für Stück ihre Lebensfreude an Claire weitergibt. Insofern passt der Titel: Die Todkranke küsst die „Verschlafene“wach. – Ein gefühlvoller, anspruchsvoller Film über Vergebung, Freundschaft, Hebammen (ohne die rettenden Hände einer Hebamme wäre Provost nicht am Leben), das Leben und Babys.

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