Ein Glückstag

Drama/ , G 2002
Elsa weiß: Ihr Glück liegt in Italien

Elsa weiß: Ihr Glück liegt in Italien

Elsa lebt im armen Buenos Aires und träumt von Italien: Eine kaum finanzierbare Reise für jemanden, der sich nur mit schlecht bezahlten Jobs über Wasser halten kann. Der semidokumentarisch gemachte Film von Regisseurin Sandra Gugliotta zeigt in sympathischer Weise, wie Elsa sich ihren Traum erfüllt.

"Wer nicht träumt, der wird verrückt", meint Elsa (Valentina Bassi) zu Freundin Laura, und beschreibt ihr auch gleich den gar nicht so verrückt klingenden Traum vom besseren Leben. Einfach zufrieden wolle sie sein, in einem Haus leben, das in einer Gegend steht, die ihr gefällt, mit einem Mann, den sie liebt. Die Megastadt Buenos Aires hat ihr dergleichen nicht zu bieten, maximal Mac-Jobs, um gerade zu überleben. Und Walter, der in kleinem Stil mit Medikamenten wie Prozac oder Lexotanil dealt, ist zwar freundlich und ihn Elsa verliebt, entspricht aber so gar nicht ihrem Traummann.

Der lebt nämlich in Rom, und gerade eine Woche hat Elsa mit ihm verbracht. "Un bacio, due bacci, tre bacci", hinterließ jener Candido am Anrufbeantworter, und außer diesen Küssen auch den Vorschlag, Elsa solle doch nach Italien kommen. Für sie erfordert das keine große Überwindung, denn immerhin ist ihr Großvater ein eingewanderter Sizilianer, und Elsa spricht fließend italienisch. Von da an übernimmt sie jeden Job, um Geld für das Ticket nach Rom anzusparen. Unterstützung bekommt sie dabei auch von Walter, der sie als wahrer Liebender ziehen lässt.

Dann zeigt der Film Elsa auch schon am Fontana di Trevi in Rom, eine Münze in den legendären Brunnen werfend. Doch jetzt beginnt eigentlich erst die Odyssee, denn ihr Liebster ist nicht so einfach zu finden. Und mit ihrer Suche fängt auch die Emanzipation von Elsa an. Die Botschaft von Regisseurin Gugliotta ist klar: ohne Träume ist man hoffnungslos.

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