Ein Freund von mir

/ , D 2006
Das Nacktfahren kommt noch...

Das Nacktfahren kommt noch...

Sieben Jahre nach seinem Erstlingswerk "Absolute Giganten" (1999) bringt Sebastian Schipper sein zweites Regiewerk ins Kino. In "Ein Freund von mir" spielen wieder die Themen Freundschaft und Autos eine wichtige Rolle. Zwei Menschen (Daniel Brühl und Jürgen Vogel), die unterschiedlicher nicht sein können, treffen aufeinander und teilen bald alles.

"Können wir einfach mal kurz nicht reden?" ist Karl (Daniel Brühl) zu Beginn von Hans (Jürgen Vogel) genervt. Karl ist ein introvertierter Mathematiker, der eigentlich bei einer Versicherungsgesellschaft arbeitet. Für eine Risikoanalyse jobbt er undercover bei einer Autovermietung und trifft so auf den Lebenskünstler Hans, der ihm mit seinem Redefluss und unberechenbaren Aktionen anfangs auf die Nerven geht. Hans hat ein Lausbubengemüt, lebt für den Moment und macht Dinge der Lust und nicht des Sinnes wegen. Dadurch bringt er Karl dazu, aus seiner berechenbaren Welt auszubrechen. "Solange ich denken kann, habe ich alles richtig gemacht", sagt Karl, aber es hat ihm etwas gefehlt. Hans weiht ihn die existenziellen Dinge des Lebens ein. Dazu gehören etwa das Teilen seiner "Königin" (Sabina Timoteo) oder das Nacktporschefahren, wo Karl im wahrsten Sinne die Hosen runterlässt und seine Zwänge vergisst.

Daniel Brühl und Jürgen Vogel haben für diesen Film das erste Mal gemeinsam vor der Kamera gestanden. Das kontrastreiche Spiel der beiden - Vogel als der Lebendige und Brühl als der Introvertierte - beschert dem Film auch einige Glücksmomente. Mit wenigen Worten, blauem kühlen Licht und gekonnt gesetzter Musik hat Schipper seine Geschichte sehr reduziert inszeniert.

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