Ein Augenblick Freiheit

Drama, A/F/TR 2008
Riahis Geschwister auf dem Weg nach Österreich

Riahis Geschwister auf dem Weg nach Österreich

Hoffnung, Unsicherheit und Angst. Gefühle, die das Leben von Flüchtlingen prägen. In seinem vielprämierten ersten Spielfilm "Ein Augenblick Freiheit" erzählt der österreichische Regisseur Arash T. Riahi von der Odyssee dreier iranisch-kurdischer Flüchtlingspaare. Riahi, der selbst im Kindesalter aus dem Iran geflüchtet ist, hat viel Autobiografisches in seinen Film einfließen lassen.

Im Mittelpunkt von Riahis Film stehen Menschen, die ihr Glück jenseits der Heimat suchen. Zugleich ist dies aber auch der Spielfilm zu seinem Dokumentarfilm "Exile Family Movie". Sieht man dort das glückliche Zusammentreffen der durch die Flucht getrennten Großfamilie in Mekka, so erzählt der Spielfilm nun, wie Riahis Geschwister von zwei jungen Cousins nach Österreich gebracht wurden. Auf der Flucht landen auch sie in der Türkei, in einer Grenzstadt, wo sie in einem Hotel gemeinsam mit anderen auf den Asylbescheid warten und unter Beobachtung des iranischen Geheimdienstes stehen.

Der Regisseur Riahi hat viele Schicksale einer fast achtjährigen Vorbereitungszeit gesammelt und in den Film eingebaut. So trifft man auf den optimistischen Kurden Manu (Fares Fares), der im Park einen Schwan fürs Abendessen jagt, und den schwermütigen politischen Aktivisten Abbas. Oder einen Mann, der seiner Frau nicht gestehen will, dass er keinen positiven Asylantrag bekommen hat.

Der Film hat ein rasantes Tempo und zieht den Zuseher mit starken Bildern und schockierenden Szenen mitten ins Geschehen. So sieht man etwa in der Darstellung einer Hinrichtungsszene oder des verzweifelten Selbstmords eines Flüchtlings, der sich vor dem UNO Gebäude anzündet. Man sieht aber ebenso ungewöhnlich komische Szenen aus dem Alltag, Momente großer Liebe und mangelnden Vertrauens oder Freundschaftsbeweise.

"Ein Augenblick Freiheit" hat vor seinem Kino-Start bereits unzählige Preise auf internationalen Festivals eingeheimst. Unter anderem erhielt der Film den Wiener Filmpreis bei der Viennale, einen Newcomer-Preis beim Montreal World Filmfestival sowie den Haupt- und den Publikumspreis beim brasilianischen Amazonas Filmfestival.

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