Eclipse - Biss zum Abendrot

Fantasy/Romanze, USA 2010
Große Emotionen mit Biss

Große Emotionen mit Biss

Zwei Jugendliche verlieben sich unsterblich ineinander, doch widrige Umstände bedrohen die junge Liebe. Klingt nach einer ganz normalen Hollywood-Teenieromanze - wenn der Junge kein Vampir wäre und sich weder eifersüchtige Werwölfe noch böse Untote in den Weg stellen würden. Die "Twilight"-Saga ist zum globalen Phänomen geworden und begeistert vor allem Teeniemädchen weltweit.

Am 15. Juli startet "Eclipse - Biss zum Abendrot", der dritte Teil der Vampir-Romanserie von Stephenie Meyer, in den österreichischen Kinos und ist im Gegensatz zu den zwei Vorgängerfilmen nicht nur wesentlich dunkler und actionreicher, sondern kommt auch mit einer überdurchschnittlich großen Portion Kitsch daher. "Heirate mich." "Eclipse" fängt da an, wo "New Moon" aufgehört hat. Edward Cullen (Robert Pattinson), seinesgleichen Vampir, will seine Bella (Kristen Stewart), normalsterbliche 19-jährige High-School-Studentin, endlich zur Frau nehmen. Die wiederum verlangt von Edward den langersehnten Biss, der sie zum Vampir macht und damit für immer mit Edward vereint. Und das soll gleich nach ihrem Schulabschluss geschehen, der in unmittelbare Nähe rückt. Damit stößt sie vor allem zwei Menschen vor den Kopf: ihren grummeligen Vater Charlie Swan (Billy Burke), Polizeichef des kleinen Örtchens Forks, und ihren besten Freund Jacob (Taylor Lautner), der sich ab und an in einen Werwolf verwandelt und die Vampirfamilie Cullen zu seinen Feinden zählt. Und doch hat Werwolf Jacob (übrigens durch die ständige Shirt-Abwesenheit das optische Highlight des Films) etwas mit Vampir Edward gemeinsam: seine Liebe zu Bella, aufgrund derer die Rivalität zwischen Jacob und Edward im dritten Teil der Saga ihren Höhepunkt erreicht.

Die wahre Bedrohung kommt jedoch nicht aus Bellas Umfeld: Im nahe gelegenen Seattle sorgt eine mysteriöse Mordserie für Angst und Schrecken. Dahinter steckt Riley (Xavier Samuel), Vampir und Anführer einer neu erschaffenen Armee junger Vampire. Diese sind in ihren ersten, blutlüsternen Monaten am stärksten und haben sich zum Ziel gesetzt, Bella zu töten. Die Cullens, allen voran Vater Carlisle (Peter Facinelli) und der kampferprobte Jasper (Jackson Rathbone), vermuten hinter der Armee Vampirdame Victoria (Bryce Dallas Howard), die ihren Freund James rächen will. Aber da gibt es auch noch die mächtigen Volturi, eine alle blutsaugenden Artgenossen überwachende Vampirgemeinschaft, die Bella mit dem Tod gedroht hatte, sollte sie nicht bald selbst zum Vampir werden. Die bedrohliche Situation zwingt die Werwölfe des Quilleute-Stammes und die Vampire erstmals dazu, Seite an Seite zu kämpfen.

Nachdem Regisseurin Catherine Hardwicke für die ersten beiden Twilight-Teile verantwortlich zeichnete, gestaltet Regisseur David Slade "Eclipse" wesentlich düsterer und nimmt sich abseits des Romans einige Freiheiten. So wird über den Hintergrund der Mordserie in Seattle und einen Einbruch in Bellas Haus im Roman nur gemutmaßt (ein Umstand, der durch die Ich-Erzählung Bellas entsteht), während er im Film von Anfang an offen gelegt wird und eine zentrale Rolle einnimmt. Dies verschafft dem Film zwar viele Actionszenen, nimmt ihm aber auch Spannung und Mysteriosität. An actionreichen Bildern fehlt es nicht: Da springen Vampire und Werwölfe durch die Luft, Köpfe werden abgerissen, Körper zerfleischt und Vampire werden durch den Wald gejagt.

Twilight-Fans kommen bei "Eclipse" auch abseits der Action auf ihren Geschmack. So wird erstmals der Hintergrund der Werwölfe genau aufgerollt, Jasper und Rosalie (Nikki Reed) erzählen von ihrer Vorgeschichte und an Liebesszenen zwischen Edward und Bella mangelt es nicht. Eine große Lücke hinterlässt indes Rachelle Lefevre, die bisher als feurige Schönheit Victoria brillierte und nach gescheiterten Gagenverhandlungen durch Bryce Dallas Howard ersetzt wurde, die nichts mehr vom blutrünstigen Glamour zeigt. Auch der neue Vampir in der Runde, Xavier Samuel als Riley, überzeugt nicht. Wie sich Kristen Stewart schlägt, ist schwer zu sagen: ihre furchtbar schlecht getarnte Perücke, die sie aufgrund ihres Kurzhaarschnitts im Film "The Runaways" tragen musste, lenkt von jeglicher schauspielerischer Leistung ab.

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