Eat Pray Love

Drama/Romanze, USA 2010
Selbstfindungsreise von Julia Roberts

Selbstfindungsreise von Julia Roberts

Mit ihrem Lächeln verzaubert Julia Roberts schon seit Jahren die Kinogänger. Nun reist sie auf dem Selbstfindungstrip "Eat Pray Love" nach Italien, Indien und Bali - und rettet mit ihrem Charme die etwas verkitschte Story.

Die Karrierefrau Liz Gilbert (Roberts) flüchtet vor ihrer Ehe und ihrem eingefahrenen Leben in New York auf eine Reise ohne Ziel. Sie landet erst in Rom, um dort die italienischen Gaumenfreuden zu genießen, dann in einem indischen Ashram, um in sich zu kehren, und schließlich auf Bali, wo sie sich in eine Affäre mit Latin Lover Felipe (Javier Bardem) stürzt.

Dieser Film feiert den Kitsch. Und das 140 Minuten lang. Regisseur Ryan Murphy lässt kein Klischee aus, das die selbstverliebte Weiblichkeit betont: Maßloser Genuss, verklärte Gefühlswelten, sinnliche Körperlichkeit.

Zu sehen ist Roberts in einer Paraderolle. Wie mit einer Lupe nähert sich ihr die Kamera: Jedes breite Lächeln, jeder Augenaufschlag, jede Geste eine Großaufnahme. Hier wird reichlich für all jene Zuschauer aufgetischt, die sich an dieser Schauspielerin nicht sattsehen können.

Was für eine Szene etwa, wenn Liz in Rom zu Opernmusik selbstvergessen Spaghetti in sich hineinsaugt - und der eingefahrene Ehe-Alltag mit schickem Mann und Haus und unliebsamen Kinderplänen endlich vergessen scheint. Überhaupt hat lange kein Film so intensiv kulinarische Köstlichkeiten in Szene gesetzt.

Eine Feier für Feinschmecker, wenn Olivenöl über den grünen, knackigen Spargel läuft, Parmesanhobel auf die Pasta fallen, oder wenn der festliche Truthahn, weil er zu spät aufgetaut wurde, nach einer langen Nacht im Ofen einfach zum Frühstück serviert wird.

Das ist das heilsame Kontraprogramm zu "Sex and the City": Sollten nämlich die Jeans vor lauter Pizzapartys nicht mehr so recht passen, dann kaufen sich die Frauen in diesem Film einfach neue - und futtern munter weiter.

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