Du und ich

Dokumentation, A 2011
Hiltraud ist körperlich behindert, Franz nicht

Hiltraud ist körperlich behindert, Franz nicht

In ihrem Debüt "Du und ich" erzählt Ruth Rieser von einer unbändigen Liebe und einem Paar, das unterschiedlicher kaum sein kann: Sie ist körperlich behindert, er völlig gesund. Und er trägt sie auf Händen durchs Leben. Ein Dokumentarfilm über eine Liebe, die Ungeahntes möglich macht.

Hiltraud ist körperlich schwer beeinträchtigt. Wenige Stunden nach ihrer Geburt bekam sie Gelbsucht, und da die Ärzte nicht schnell genug reagierten, wurden die Zellen des motorischen Gehirns geschädigt. Die Frau ist spastisch gelähmt und kann weder alleine gehen noch essen. Wenn sie spricht, bleibt sie für Freunde unverständlich. Sie wächst bei den Großeltern auf, mit 19 Jahren wird die Großmutter zum Pflegefall, Hiltraud muss in ein Heim. Die Symptome ihrer Krankheit verschlimmern sich, immer stärkere Medikamenten bringen schlimme Nebenwirkungen mit sich. Mit 40 Jahren lernt die Frau Franz kennen, der seinen Zivildienst als Betreuer in jener Einrichtung ableistet.

Die beiden verlieben sich und ziehen zusammen. Franz, genannt Bidi, ist nun ihr Lebensgefährte, Pfleger und Vertrauter. Während sich der gemütliche Typ nach einem ruhigen Leben sehnt, ist Hiltraud impulsiv und fordernd. Konfliktfrei läuft ihre Beziehung daher nicht ab, doch die gemeinsamen Erlebenisse und Ziele haben das Paar zusammengeschweißt. Die nächste Etappe, die man bestreiten will, ist der Erwerb eines gemeinsamen Hauses. Mit roter Fassade, wie es sich Hiltraud seit ihrer Kindheit wünscht. Doch damit ist sie noch lange nicht am Ende ihrer Träume angelangt.

In "Du und ich" tritt mit jeder Filmminute Hiltrauds körperliche Beeinträchtigung mehr in den Hintergrund. Regisseurin Rieser macht damit Platz für eine große Liebesgeschichte.

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