Dreamgirls

Drama/Musical, USA 2006
Der Traum von Glück, Ruhm und Reichtum

Der Traum von Glück, Ruhm und Reichtum

Erfolg und Ruhm sind nicht alles im Leben - davon handelt die opulente Musical-Adaption "Dreamgirls". Der Film wurde gerade für acht Oscars nominiert, allerdings nicht in der Königskategorie "Bester Film". Oscar-Gewinner Bill Condon, der auch schon das Drehbuch für das Musical "Chicago" geschrieben hat, führte Regie in dieser typisch amerikanischen Geschichte über Erfolg, Liebe und Freundschaft.

Effie (Jennifer Hudson), Deena (Beyoncé Knowles) und Lorrell (Anika Noni Rose) alias die Dreamettes haben den Rhythmus im Blut, so viel steht fest. Nur der Erfolg bleibt aus. Als das Trio auf den Manager Curtis Taylor, Jr. (Jamie Foxx) trifft, kommt ihre Karriere langsam ins Rollen. Sehr schnell lernen die erfolgreichen farbigen Sängerinnen, mittlerweile erwachsen und zu den Dreams geworden, dass das Leben als Popstar nicht immer ein Zuckerschlecken ist: Eigens für sie geschriebene Lieder wie "Cadillac Car" werden von weißen Künstlern performt, Ansprüche des Massenpublikums müssen erfüllt werden und Eifersucht erschüttert ihre Freundschaft.

Spätestens als die pummelige Effie zu Gunsten der gut aussehenden Deena die Band verlassen muss, scheint das allgegenwärtige Motto "We are a family" zur Lüge geworden zu sein. Während Deena die Ehefrau des egoistischen Curtis wird, der sie an der kurzen Leine hält, lebt Effie von der Sozialhilfe und Lorrell reibt sich in einer unglücklichen Beziehung mit dem drogenabhängigen Sänger James "Thunder" Early (Eddie Murphy) auf. Die tiefen Abgründe des Showbusiness werden eindrucksvoll und realistisch dargestellt und es wird klar, dass Stars auch nur normale Menschen sind, für die am Ende nicht immer ein Happy End steht.

Die Story weist starke Parallelen mit der Geschichte von Diana Ross & The Supremes auf. Auch Ross musste sich immer wieder von Motown-Direktor Berry Gordy, Jr. bevormunden lassen und wurde von ihm zur Leadsängerin der Gruppe gemacht. In seiner gut besetzten Leinwand-Adaption des 1981 erstmals am Broadway aufgeführten Musicals "Dreamgirls" geht Regisseur Condon 25 Jahre später auf Nummer sicher. Mit ihrer Stimmgewalt besticht vor allem "American Idol"-Finalistin Jennifer Hudson als Effie, die für ihre Rolle einen Golden Globe als beste Nebendarstellerin für sich verbuchen konnte. Doch auch Oscar-Gewinner Jamie Foxx ("Ray") und R&B-Königin Beyoncé Knowles können gesanglich überzeugen. Eddie Murphy, der für einen Oscar als "bester Nebendarsteller" nominiert wurde, glänzt endlich wieder in einer ernstzunehmenden Rolle.

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