Down to the Bone

Drama/ , USA 2004

Für ein ganz besonderes Debüt sorgte die US-Regisseurin Debra Granik mit "Down to the Bone". Nach zwei Kurzfilmen und einer Co-Regie bei einer Doku realisierte sie die Geschichte über "a woman under the influence" und gewann prompt den Spezialpreis der Jury beim Sundance Film Festival. 2004 lief der Film auch auf der Viennale.

Ein eiskalter Wintertag auf dem Parkplatz einer Kleinstadt im Norden des Staates New York. Ein Kuchen mit dem Bild der amerikanischen Fahne gleitet auf dem Förderband eines Lebensmittelgeschäfts vorbei. So beginnt "Down to the Bone", ein gewöhnliches Drama in einer orientierungslosen Gesellschaft. Die Kamera versucht möglichst objektiv, das Leben von Irene einzufangen.

Irene tut alles, um ihre beiden Söhne aufzuziehen, ihre Ehe aufrechtzuerhalten und ihre Kokainabhängigkeit zu verbergen. Sie rafft sich noch mal auf und beginnt eine Entziehungskur in der Hoffnung, ihren Mann dadurch zurückzugewinnen. Nach ihrer Rückkehr scheint sich aber die Distanz zwischen ihnen noch vergrößert zu haben, und Irene geht eine zerstörerische Beziehung zu einem ehemaligen Kokainsüchtigen ein.

Die Unruhe, die Irene immer wieder befällt, die Fahrigkeit im Umgang mit ihren Kindern, die Wut gegen ihren Mann und die plötzlichen Ausbrüche - alles im Leben der jungen Frau steht im Zeichen ihrer verheimlichten Kokainsucht, eine Frau auf der verzweifelten Suche nach Besänftigung. Granik und die Schauspielerin Vera Farmiga liefern eine geradezu physische Tour de force durch die Drogenabhängigkeit, ein grandioses Porträt einer Frau zwischen Verzweiflung, Aufgabe und Hoffnung auf Erlösung, "haunted by the evil spirits of sister cocaine".

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