Die Wolken von Sils Maria

Drama, F/CH/D 2014
Maria hat ihre Filmkarriere hinter sich

Maria hat ihre Filmkarriere hinter sich

In "Die Wolken von Sils Maria" sieht sich Juliette Binoche als Schauspielerin mit der Vergänglichkeit des Ruhms und einer ganz neuen Schauspieler-Generation konfrontiert. Olivier Assayas hat einen vielschichtigen, dialoglastigen Film über zwei Frauen geschaffen, die verschiedener nicht sein könnten.

Juliette Binoche spielt Schauspielerin Maria Enders. Sie bekommt das Angebot, in der Produktion mitzuspielen, mit der sie als 18-Jährige ihren Durchbruch geschafft hat. Damals mimte sie die durchtriebene, junge Sigrid, die ihre wesentlich ältere Chefin Helena verführt und sie schließlich in den Selbstmord treibt. Heute, mehr als 20 Jahre später, soll Maria diese enttäuschte und verletzte reife Helena spielen. Natürlich zögert sie, weil ihr das Angebot das eigene Alter vor Augen führt. Die Rolle des jungen Mädchen hingegen soll der Shootingstar Jo-Ann Ellis (Chloë Grace Moretz) übernehmen, der vor allem mit gut inszenierten Skandalen auf sich aufmerksam macht.

Enders Assistentin Valentine (Kristen Stewart), die das Leben Marias managt, überzeugt sie. Die beiden ziehen sich in die Schweizer Alpen, in das Haus von Marias gerade verstorbenem, einstigen Mentor Wilhelm Melchior zurück, damit sich Maria dort auf die Rolle vorbereiten kann - ständig von Zweifeln getrieben. Es ist eine seltsame Beziehung, die diese beiden Frauen führen, mal freundschaftlich, doch auch immer einander beäugend.

Regisseur Olivier Assayas bedient sich derart vieler Metaebenen, dass dem Zuschauer schwindlig werden könnte, würde der französische Filmemacher sich nicht so viel Zeit nehmen.

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