Die Wilden Hühner und das Leben

Komödie, D 2009
Ob Mama Sybille (Veronica Ferres) da helfen kann?

Ob Mama Sybille (Veronica Ferres) da helfen kann?

"Die Wilden Hühner und das Leben" heißt der dritte und wohl letzte Teil der Kinofilme, die auf den Büchern der Erfolgsautorin Cornelia Funke beruhen. Die Zeiten, als die Wilden Hühner noch kichernd auf dem Pausenhof saßen, sind vorbei. Die fünf Freundinnen sind zu jungen Damen herangewachsen. Statt Streiche auszuhecken, denken sie über Liebe, Freundschaft und ihre Träume für die Zukunft nach.

"Die Wilden Hühner und das Leben" ein Film voller Abschiede -von der Kindheit, von guten Freunden und von liebgewonnen Gewohnheiten. Dass es dabei mitunter etwas kitschig und rührselig wird, ist verzeihlich - schwanken doch auch die Gefühle Heranwachsender zwischen übergroßem Glück und Weltschmerz.

Auf einer Klassenreise geht es richtig rund: Sprotte (Michelle von Treuberg) hat Stress mit Fred (Jeremy Mockridge). Denn Händchenhalten und Küssen reichen ihm nicht mehr. Fred will mehr - doch Sprotte ist sich über ihre Gefühle noch nicht im Klaren. Auch bei Melanie (Sonja Gerhardt) und Willi (Vincent Redetzki) kriselt es gewaltig. Und während Trude (Zsa Zsa Inci Bürkle) frisch verliebt ist, will Wilma (Jette Hering) die Schule schmeißen und Schauspielerin werden.

Auch Frieda (Lucie Hollmann) hat Kummer - und so ist bereits zu Beginn der Klassenfahrt die Laune ziemlich im Keller. Auch in der Beziehung von Lehrerin Rose (Jessica Schwarz) und Lehrer Grünbaum (Benno Fürmann) knirscht es gewaltig. Während die Jugendlichen unter ihren Gefühlen leiden, ergreifen die Kleinen ihre Chance: Die Wilden Küken, eine rotzfreche Bande von Grundschülerinnen. Genervt von deren selbstsicherem Auftreten sinnen die Hühner auf Rache. Doch ihr Plan endet böse mit einer dramatischen Rettungsaktion.

Zum ersten Mal erkennen die Wilden Hühner, dass sie Verantwortung übernehmen müssen und dass sie für manche Kindereien doch schon zu alt sind. "Ich beneide euch nicht in dem Alter. Erwachsenwerden ist wirklich eine Katastrophe, ich befürchte, ich habe es bis heute nicht geschafft", meint Sprottes Mutter (Veronica Ferres) mitfühlend.

Vivian Naefe hat die Sorgen und Nöte der jungen Mädchen sensibel und unterhaltsam in Szene gesetzt. Der Film nimmt die Probleme ernst und handelt sie nicht hochnäsig von oben herab ab.

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