Die Viertelliterklasse

/ , A 2005
Roland Düringer in vierfacher Ausfertigung

Roland Düringer in vierfacher Ausfertigung

Österreich, Land der Berge - und des in Strömen fließenden Alkohols: Mit der legalsten Droge unseres Heimatlandes treibt Roland Düringer in "Die Viertelliterklasse" sein feuchtes Spiel. Düringer gibt mit der Verfilmung seines gleichnamigen Kabarettstücks auch seinen Einstand als Regisseur.

Der Hausmeister Frust, der scheiternde Schauspieler Angst, der alkoholkranke Zorn und der Firmenleiter Stress (alle gespielt von Düringer) saufen, was die Flasche hergibt. Nur ist es bei allen eine andere: Der Prolo (Frust) lässt das Bier fließen, der auftrittsscheue Schauspieler, der sich umsonst den Alk abgewöhnen will, benebelt seine Angst mit hochprozentigen homöopathischen Tröpfchen aus dem braunen Medizinfläschchen, der alkoholkranke Zorn trinkt, was sich anbietet, und Stress gönnt sich nur die teuersten Tropfen. Von denen jedoch sehr viele. Der Film dreht sich um eine Weihnachtsfeier, mit der alle vier aus unterschiedlichen Motiven zu tun haben - und die fatale Folgen hat.

Wer während des Films glaubt, doppelt zu sehen, täuscht sich nicht: Düringer ist trotz (wie so oft in seinen Filmen) Maske in allen vier Charakteren deutlich zu erkennen. Sein schauspielerisches Talent beweist er eindrücklich bei den verschiedenen Tonfällen der Hauptfiguren (etwa das schnurrende Deutsch des Schauspielers).

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