Die versunkene Stadt Z

Action/Abenteuer, USA 2016

Percival und Henry unterwegs auf unbekanntem Terrain

Charlie Hunnam als britischer Soldat und Forscher Percy Fawcett, der einst mit der Suche nach einer versunkenen Stadt in Südamerika die englische Gesellschaft spaltete. Mit dabei auch Robert Pattinson.

Darum geht‘s in ‚Die versunkene Stadt Z‘:

Im Jahr 1905 steckt die Karriere von Brit-Major Percy Fawcett (Charlie Hunnam) in der Armee Ihrer Majestät fest: Obwohl ein Teufelskerl auf dem Pferd, sicherer Schütze und darüber hinaus ein hochgeschätzter Ausbildner, straft ihn die englische Society mit Verachtung. Ein einstiges Fehlverhalten seines Vaters (das nie weiter erklärt wird) brandmarkt ihn zum Außenseiter, der geschnitten wird. Da kommt ein Angebot der Royal Geographical Society gerade recht.

Er soll die umstrittenen Grenzen zwischen Brasilien und Bolivien vermessen, um einen Krieg zu vermeiden. Und es kann dem Empire nie schaden, einen Fuß in jener Region zu haben, wo der Rohstoff der Zukunft gewonnen wird: Kautschuk. Schweren Herzens verlässt Fawcett seine Frau (Sienna Miller) und den kleinen Sohn, um für einige Jahre im Dschungel zu verschwinden. Gemeinsam mit Assistent Costin (kaum zu erkennen: Robert Pattinson) zieht er den Job gegen Krankheit und Gefahren durch. Und entdeckt mitten im Dschungel, den sie "grüne Wüste" nennen, Spuren versunkener Hochkulturen. Wieder daheim, spaltet die Behauptung, dass es dort mehr gegeben habe als "nur Wilde", die Gesellschaft, und es gibt eine weitere Expedition, die jedoch am Ego der Mitreisenden scheitert. Dann stoppt der Erste Weltkrieg jeden Forschungsdrang -ehe es Jahre später, gemeinsam mit dem entfremdeten Sohn Jack (Tom Holland) auf die letzte Reise geht, um die verborgene Stadt Z zu finden.

Unsere Meinung zu ‚Die versunkene Stadt Z‘:

Nicht vom Plakat täuschen lassen: Das ist kein Film in der Tradition von Indiana Jones oder König Salomons Diamanten, sondern die Biografie eines realen, vergessenen Forschers. Regisseur James Gray fängt die steife Epoche so perfekt ein, als würde er eine Downton Abbey-Episode fürs Kino drehen; die Urwald-Szenen sind ebenso packend wie die erschütternden Sequenzen aus den Gräben des Ersten Weltkrieges, die Besetzung ist erlesen.

Und trotzdem fehlt etwas: Die Motivation der Figuren, warum sie zwar lieber daheim wären, aber dennoch fiebrig durch den Urwald taumeln, warum aus Gentlemen plötzlich elende Feiglinge werden, während andere jede Entbehrung auf sich nehmen -das bleibt Die versunkene Stadt Z schuldig. Da zwingt die Abarbeitung der Biografie ein Tempo auf, das dem Film bei den Figuren fehlt. Angesichts Charlie Hunnams Erscheinung drängt sich der Gedanke auf, er versuche, wie Brad Pitt auszusehen. Tatsächlich hätte Pitt ursprünglich die Rolle spielen sollen, am Ende produzierte er den Film. Fazit: schöne Bilder und ganz interessant.

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