Die Stadt der Blinden

Drama/Romanze, CDN/BR/J 2008
Die Menschen kämpfen ums Überleben

Die Menschen kämpfen ums Überleben

In "Die Stadt der Blinden", basierend auf dem Roman des portugiesischen Literaturpreisträgers José Saramago, geht es um Erkenntnis und bittere Wahrheiten, wenn das Auge nichts mehr wahrnimmt. In Fernando Meirelles Film mit Julianne Moore und Mark Ruffalo in den Hauptollen versinkt eine Stadt im gewalttätigen Chaos.

Eine Stadt gerät in Panik. Einige Menschen versuchen ihre Würde und Humanität zu bewahren, andere versuchen ihren eigenen Vorteil daraus zu ziehen. Julianne Moore spielt eine Frau, die inmitten dieses Endzeitszenarios als Einzige weiter sehen kann. Sie versucht, ihrem Mann und einer kleinen Gruppe zu helfen und überschreitet im Kampf ums Überleben selbst moralische Grenzen.

Stilistisch konzentriert sich der brasilianische Filmemacher Meirelles auf seine Charaktere und taucht die Bilder in ausgewaschene Farben und sprödes Licht. Nur bei der Umsetzung des Themas "Blindheit" scheint das eher konventionelle Mittel weißer Überblendungen nicht immer passend.

Er zeigt "Die Stadt der Blinden" als großes soziales Experiment. Was bleibt vom Menschen, wenn er nichts mehr sieht? Wenn eine ganze Stadt vom Blindheitsvirus überfallen wird? Doch im Film geschieht mehr: "Die Zivilisation bricht zusammen", sagte Regisseur Meirelles, der mit dem Sozialdrama "City of God" bekannt wurde. "Wir tun doch immer nur so, als seien wir zivilisiert und besonders clever. Wenn etwas schief geht, werden wir zu wilden Tieren."

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