Die Spielwütigen

Dokumentation/ , D 2004
Schauspielschüler finden ihren Weg

Schauspielschüler finden ihren Weg

Seit der kontroversen Terrorismusreflexion "Blackbox BRD" zählt Andres Veiel zu den meistbeachteten Filmemachern Deutschlands. In "Die Spielwütigen" begleitet Veiel vier SchauspielschülerInnen sieben Jahre lang auf ihrem steinigen Weg zum Traumberuf.

Veiel taucht in deren Besessenheit ein, ihr Lebensziel in der strengen Welt aus provozierter Grenzüberschreitung und Selbstkonfrontation zu erreichen. Am Ende steht die Bewährungsprobe: der Sprung ins Berufsleben. Eine intensive, nachhaltige und sorgfältige Studie, die auf der Berlinale 2004 den Publikumspreis erhielt.

Andres Veiel erzählt eine Geschichte vom Erwachsenwerden, vom Finden des eigenen Weges und der Überwindung von Widerständen. Aber er wirft auch einen kritischen Blick auf die Methoden, mit denen in der berühmten Schule gearbeitet wird. Rechtfertigen Ruf des Instituts und Ergebnis der Ausbildung wirklich alles?

Veiel arbeitet dokumentarisch, aber er scheut nicht davor zurück, auch zu inszenieren, wenn es der Pointierung einer Situation bedarf: "Viel eindringlicher wirken die Bilder jenes Schülers, der als leidenschaftlicher Gitarrist sein Instrument ins Leihhaus trägt, als sein verbales Bekenntnis, sich keine Krankenversicherung mehr leisten zu können", so die Kritikerin Svenja Alsmann. "Die Spielwütigen" ist eine sehenswerte "Hymne auf einen Beruf und eine hervorragende Ausbildung wie auch eine Kritik an einer auf blindem Gehorsam beharrenden Disziplinierungsanstalt", so Rüdiger Suchsland. Der Film lief auch bei der Viennale 2004.

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