Die schwarzen Brüder

Family, D/CH 2013
Das Leben als Kaminkind ist schwer

Das Leben als Kaminkind ist schwer

Das Schicksal der Kaminkinder war elend: Von ihren bitterarmen Eltern aus Not verkauft, mussten sie in enge Schlote klettern und dort den Ruß von den Wänden kratzen. Eine harte und lebensgefährliche Arbeit. Lisa Tetzner und Kurt Held haben ihnen mit dem Buch "Die schwarzen Brüder" 1941 ein literarisches Denkmal gesetzt. Nun wurde der Jugendbuchklassiker verfilmt.

Ein skrupelloser Kinderhändler (Moritz Bleibtreu) nutzt die Not von Giorgios Familie aus und kauft ihnen den Sohn (Fynn Henkel) für ein paar Franken ab. In Mailand verhökert er ihn und andere Buben wie ein Stück Vieh als Arbeitssklaven. Doch unbemerkt planen die Kinder ihre Rache - in den Katakomben unter einer Kirche, wo sie sich nachts immer heimlich treffen. Ein Pater (Richy Müller) will ihnen dabei helfen, ebenso wie Angeletta, die hübsche Tochter von Giorgios Meister.

Sinnbild für ihre unbändige Sehnsucht nach Freiheit sind die kleinen, gestohlenen Augenblicke, in denen sie rußverschmiert oben aus ihren Kaminen klettern und sich über die Dächer Mailands hinweg einander zurufen. Diese Szenen gehören zu den schönsten.

Am eindringlichsten ist der Film aber, wenn Giorgio auf Befehl seines Meisters in den oft glühend heißen Kaminen hochsteigt, um dicke Schichten Ruß abzukratzen. Eine lebensgefährliche Arbeit, bei der sich der feine Staub in der Lunge ablagert. Kein Wunder, dass so mancher den harten Alltag mit Prügel und schlechtem Essen nicht überlebt. Als Giorgios Freund Alfredo stirbt, ist für seine Freunde die Zeit gekommen, um der Erniedrigung und der Sklaverei ein Ende zu setzen.

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