Die Schlösser aus Sand

Komödie/Drama, F 2015

Der Film erzählt vom Wiederfinden der Liebe

Gescheiterte Fotografin fährt mit dem Ex als Unterstützung in ihr Haus in der Bretagne, das sie seit dem Tod des Vaters nicht mehr betreten hat – es soll verkauft werden. Geht da noch was zwischen den beiden, die einiges offen haben?

In der ländlichen Abgeschiedenheit müssen Eleonore und Samuel drei Tage miteinander auskommen, dabei merken sie, dass jeder für den anderen noch starke Gefühle empfindet. Samuel (Yannick Renier) ahnt aber schon bald, dass es keine gute Idee war, seine Ex-Freundin (Emma de Caunes) zu begleiten. Schließlich lebt er mittlerweile mit Laure zusammen. Doch er fühlt sich verpflichtet, Eleonore beizustehen.

Er versucht, Distanz herzustellen, übernachtet im Gästehaus und repariert die Terrasse, während Eleonore Papiere, Fotos und Briefe durchsieht. Eine Stimme aus dem Off kommentiert die Bilder, vermittelt Einblicke in die Gedanken der Protagonisten, immer wieder gibt es Rückblenden. Einige Male sprechen die Schauspieler auch direkt in die Kamera und erläutern, wie sie sich fühlen.

In der Idylle abseits der Großstadt Paris können Eleonore und Samuel sich kaum ausweichen. Unterbrochen wird ihre Zweisamkeit nur von der Maklerin Claire, die einen Besichtigungstermin nach dem anderen organisiert und sich mit den beiden anfreundet. Die geheimnisvolle Maelle taucht auf, die mit dem verwitweten Vater Eleonores zusammen war, ohne dass er je von ihr erzählt hätte. Auch der Vater selbst erscheint seiner Tochter, ermutigt und tröstet sie.

All das wird letztlich recht konventionell erzählt. Schöne Bilder eines schönes Paares in den Dreißigern in einer weiten Landschaft: Alles schon mal verfilmt. Glaubhaft und frisch dagegen wirken die Schauspieler - die Spannungen zwischen den beiden und der abgeschlossene Raum des Ferienhauses vermitteln auch etwas Beklemmendes. Die Dialoge machen deutlich, dass die Wunden, die sich Eleonore und Samuel zugefügt haben, noch längst nicht verheilt sind. Trotz allem ist aber auch die gegenseitige Anziehung ungebrochen.

Das Ende des Films, den Regisseur Jahan im Haus seines Vaters in der Bretagne mit kleinem Budget und in etwa 20 Tagen gedreht hat, erscheint zwingend und ist vorherzusehen. Eleonore und Samuel wissen aber auch, dass sie das Wiederfinden ihrer Liebe nicht mit dauernder Harmonie verwechseln dürfen. "Es gibt etwas quasi Unvermeidliches bei diesem Paar, das an diesem Wochenende tatsächlich wieder zusammenfindet", erklärt Jahan. "Daraus ist auch der Titel des Films entstanden: "Les Chateaux de sable", Sandburgen, das sind Gebilde, die aufgebaut werden, zerstört werden, wieder aufgebaut ..."

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